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verkehrs, auf dessen Grundlage sich erst der kreditmäßige Verkehr
aufbaut. Soll dieser ganze Zahlungsverkehr, der Barverkehr und der
Kreditverkehr mit Papiergeld bewerkstelligt werden, so könnte der
Staat nur dann diese, Quantität richtig autoritativ fixieren, wenn er
auch die Menge der Warenproduktion und des Warenumsatzes autoritativ
 bestimmen könnte. Soll der Staat die Geldschöpfung quantitativ
fixieren, so müßte er auch die Warenschöpfung quantitativ fixieren.
Da aber in unserer individualistischen Wirtschaftsordnung die Warenproduktion
 und der Warenverkehr sowohl quantitativ wie qualitativ
völlig dem freien Ermessen der Produzenten und Konsumenten überlassen
 sind, muß auch ein Geld vorhanden sein, das sich quantitativ
Jiesem freien Verkehr und seinen wechselnden Bedürfnissen nach Umlaufsmitteln
 anpassen kann. Dies ist nur durchführbar bei grundsätzlich
Ireier Prägung des Währungsmetalls und bei einem auf dieser Währungsbasis
 aufgebauten möglichst elastischen System von Kreditmitteln
(Noten, Schecks usw.).
Kommen wir somit zu einer völligen Ablehnung der theoretischen
Anschauungen von Bendixen, so müssen wir ebenso seine währungspolitischen
 Vorschläge als absolut verfehlt bezeichnen. Das, was Bendixen
 erreichen will, ist durch seine Reform zu erreichen unmöglich.
Weder könnte der Staat auf diese Weise die Goldmenge „in Parallelismus
 mit der Warenmenge““ halten, noch könnte er „die Geldschöpfung
von den Zufälligkeiten der montanen Produktion befreien‘; wohl aber
würde, wenn nach Bendixens Vorschlag Deutschland die Goldwährung
 aufgeben sollte, das ganze deutsche Geld- und Kreditwesen
im höchsten Maße geschädigt und gefährdet. Ich bestreite auch durchaus,
 daß die „Erfahrungen des Krieges“ zu einer wissenschaftlichen
Vertiefung der Geldschöpfungsfrage geführt hätten, oder daß der Krieg
für die sogenannte staatliche Geldtheorie die empirische Bestätigung
gebracht und die Gleichberechtigung des papierenen und metallenen
Geldes gelehrt habe. Auch von anderen Autoren ist behauptet worden,
daß der Krieg die Richtigkeit der Knappschen Geldtheorie bewiesen
habe. Ich komme später noch darauf zurück, inwieweit es überhaupt
berechtigt ist, in diesen Fragen die Knappsche Theorie heranzuziehen,
Hier sei nur hervorgehoben, daß für die letzten grundlegenden Fragen
der Geldtheorie der Krieg gar keine neuen Gesichtspunkte ergeben hat,
soviel Interessantes und Lehrreiches im einzelnen die Geld- und Währungszustände
 der kriegführenden und neutralen Länder geboten haben.
Und ebenso hat der Krieg keine neuen Erscheinungen in der praktischen
Währungspolitik hervorgebracht. Alle in den Kriegszeiten getroffenen
Einrichtungen des Geld- und Finanzwesens einschließlich der Darlehns-