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kassenscheine haben in früheren Kriegen bereits ihre Vorläufer gehabt.
In allen‘ Kriegen hat man in mehr oder minder großem Maße
papierene Zahlungsmittel zur Ergänzung oder zum Ersatz der metallenen
Zahlungsmittel in Anspruch genommen. Immer, wurde Kreditgeld in
mehr oder minder großem Umfange dem Bargeld hinzugefügt. Aber
eine Lehre hat auch dieser Krieg wieder gegeben, die aber nicht für
Bendixen, sondern gegen ihn spricht: daß nämlich auch in Kriegszeiten
 der Kredit und die Währung des betreffenden Landes um so
gesicherter und gefestigter waren, je mehr das Papier- und Kreditgeld
sich an die metallene Währungsbasis anlehnt, je mehr die ausgegebenen
Noten „metallisch‘‘ gedeckt sind. Bendixen hätte alle Ursache gehabt,
anzuerkennen, mit wie großem Erfolg die Politik der deutschen Reichsbank
 es verstanden hat, die deutsche Valuta relativ stark zu erhalten,
dadurch, daß sie die strengen Deckungsvorschriften aufrecht erhält,
und eigentliches, d. h. ungedecktes Papiergeld nur in ganz bescheidenem
Umfange zugelassen hat. Die Angriffe Bendixens gegen die gesetzlichen
 und Verwaltungsgrundsätze der Reichsbank sind völlig unberechtigt.
 Würde Deutschland nach dem Kriege die Einlösungspflicht
der Banknoten und die teilweise Golddeckung der Noten preisgeben,
so müßte dies zu einer dauernden Entwertung der deutschen Valuta
führen, — Soviel Tadel Bendixen der deutschen Reichsbank spendet,
soviel Lob erteilt er der österreichisch-ungarischen Bank- und Währungspolitik.
 Die österreichisch-ungarischen Währungsverhältnisse erscheinen
ihm schlechthin als ideal: „Unter allen Geldsystemen. das. fortgeschrittenste
 ist das Österreichische, Hier war die Not die Lehrmeisterin, Aus
schlechter Papierwirtschaft, die eine Folge zerrütteter Staatsfinanzen
war, ist ein gesundes Papiergeldsystem geworden, das im Lande alles
Vertrauen genießt. Einen Österreicher braucht man von der symbolischen
 Natur des Geldes nicht erst zu überzeugen‘ (Wesen des Geldes,
S. 42). Es sei ein Wahn, uneinlösliches Papiergeld für bedenklich zu
halten; um diesen Wahn zu zerstreuen, brauche man bloß einen Blick
auf die Geld- und Verkehrsverhältnisse im österreichischen Nachbarstaat
 zu werfen (Währungspolitik, S. 28): „Daß die Devisenpolitik,
wie sie zuerst die Österreichisch-ungarische Bank und nach ihr die
Reichsbank entwickelt hat, die ideale Lösung der intervalutarischen
Kursregulierung darstellt, neben welcher die Goldversendung fast
primitiv anmutet, das ist für Friedenszeiten wohl von keiner Seite mehr
bestritten‘ (Währungspolitik, S. 38). — Ich kann, wie ich bereits oben
sagte, die Österreichisch-ungarischen Währungszustände keineswegs als
„ideale“ Lösung der Währungsfrage betrachten. Daß die Devisenpolitik
der Österreichisch-ungarischen Bank ein vorzügliches Mittel war, um