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das Manko der österreichisch-ungarischen Goldwährung, das in der
mangelnden Einlösungspflicht ihrer Noten besteht, auszugleichen, ist
zuzugeben ; sie ist und bleibt aber ein Notbehelf für die Länder, welche
die Einlösungspflicht ihrer Noten nicht durchgeführt haben. Bendixen
 verweist auf die Periode von 1878 bis 1892, also auf die Zeit vor
Einführung der Goldwährung und bemerkt: „Das Geld hat sich vom
wertvollen Tauschgut zur abstrakten Werteinheit entwickelt, wobei den
konkreten Wertzeichen die Qualität als wertvolles Tauschgut teilweise
belassen worden ist. Die historische Kenntnis dieser Tatsache und der
Anblick goldener Münzen macht es dem naiven Denkvermögen schwer,
die Werteinheit als etwas Abstraktes zu begreifen. Immerhin sollte
dies dem Österreicher leichter fallen, als dem Reichsdeutschen, namentlich
 wenn er als denkendes Wesen die Jahre der freien Valuta von 1878
bis 1892 in Österreich durchlebt und dadurch erfahren hat, daß ein
wohlgeordnetes Geldwesen auch ohne metallische Basis bestehen kann.
Das österreichische Geld von 1878 bis 1802 war Geld in reinster Gestalt“
(Währungspolitik, S. 97).
Ich will ganz abgesehen davon, daß zweifellos die Valuta sich besser
aufrecht erhalten konnte im Hinblick auf die schon geplante und als
sicher angenommene Einführung der Goldwährung: ist aber Bendixen
nicht bekannt, daß selbst in dieser Zeit noch die österreichische Valuta
zeitweise sehr schlecht war? So betrug der Preis für 100 Gulden Gold
(250 Fr.) im Durchschnitt des Jahres 1872 110,37 Gulden 6. W.-Noten
und stieg von diesem Jahr an mit kürzeren Unterbrechungen bis auf
125,23 Gulden ö. W.-Noten im Durchschnitt des Jahres 1887. — Wenn
auch die Schwierigkeit der österreichischen Valutaverhältnisse durch
Einführung der Goldwährung 1892 im wesentlichen behoben wurde,
so bewirkte doch die mangelnde Einlösungspflicht der Banknoten, daß
auch in dieser Zeit die österreichischen Wechselkurse, verglichen mit
denen der Goldwährungsländer trotz der energischen Devisenpolitik
der Österreichisch-ungarischen Bank häufig sehr ungünstig waren.
Ebenso werden von Bendixen die neuerlichen Maßnahmen der
schwedischen Reichsbank ganz unrichtigerweise zugunsten seiner antimetallistischen
 Theorie herangeZogen. Bendixen sagt darüber: „Gerade
in den Tagen, wo ich dieses niederschreibe, geht die Nachricht ein, daß
Schweden sich der Goldeinfuhr verschließe und die anderen skandinavischen
 Staaten ihm voraussichtlich : folgen würden. Ist das ein
Einzelfall oder der Beginn einer Entwicklung? Wenn andere neutrale
Staaten ein gleiches beschließen, welchen Wert als Zahlungsmittel für
das Ausland hat dann noch unser stolzer Goldschatz von 2% Milliarden
Mark? Wäre es da nicht doch angebracht, einen Teil dieses Goldes