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auf die Einlösung des sogenannten Warenwechsels immer mit größerer
oder gar mit so absoluter Sicherheit zu rechnen ist, daß man ihn getrost
an Stelle des Goldes als vollwertige Notendeckung verwenden könnte.“

B. Liefmann.
Liefmanns Geldtheorie ist wie seine ganze „Wirtschaftstheorie
psychisch Jundamentiert. Wirtschaften ist für ihn nicht gleichbedeutend
mit produzieren, mit Sachgüterbeschaffung, sondern. ‚es .ist. etwas
Psychisches, eine. Art. von. Erwägungen, nämlich ein. Vergleichen. von
Lust- und Unlustgefühlen. Diese Art von Erwägungen, die das zweckmäßigste
 Disponieren über die aufzuwendenden Opfer zur. Erlangung
eines Maximums von Genuß zum Inhalt haben, nennt er „Wirtschaften“.
Der Mensch werde dann wirtschaftlich handeln, wenn er seine Kosten
so verteile, daß der Überschuß von Nutzen über die Kosten, den er mit
der letzten auf jede Bedürfnisart noch zu verwendenden Kosteneinheit
erziele, bei allen Bedürfnisarten gleich groß sei. Diesen Überschuß von
Nutzen über die Kosten nennt Liefmann Ertrag. Dieses wirtschaft -
liche Prinzip sei auch zugleich Organisationsprinzip des ganzen Tauschverkehrs
 der Volkswirtschaft. Hier zerfalle die wirtschaftliche Tätigkeit
in zwei Teile: die Erwerbswirtschaft und die Konsumwirtschaft. In
seiner Erwerbswirtschaft erstrebe der Wirtschafter einen möglichst
hohen Geldertrag und verwende ihn dann in seiner Konsumwirtschaft
nach dem Gesetze des Ausgleichs der Grenzerträge. Welches soll nun
die tauschwirtschaftliche Funktion des Geldes sein? Das Geld habe
die Funktion, einen regelmäßigen Tauschverkehr zu ermöglichen. Die
wesentliche. Funktion des Geldes sei die, des, allgemeinen Tauschmittels.
 Das Wesen des Geldes besteht darin, sagt Liefmann: „daß
jeder.es.nimmt“; Jeder suche es zu erwerben. weil mit seinem Besitz
Aie Befriedigung.aller Bedürfnisse sichergestellt sel. Ursprünglich habe
Mur ein wertgeschätztes Sachgut die Rolle des allgemeinen Tausch- und
Zahlungsmittels spielen können, aber sobald dieses allgemeine Kostenund
 Rechnungseinheit werde, in der alle Erträge der Einzelwirtschaft,
dann Einkommen genannt, veranschlagt würden, sei deren Verkörperung
in einem wertgeschätzten Sachgut nicht mehr erforderlich, dann erst
beginne die eigentliche Epoche der Geldwirtschaft. Je mehr aber die
Geldrechnung vorschreite,um-So mehr-träten-dievem- Staat geschaffenen
realen. Zahlungsmittel an. Bedeutung ‚zurück hinter der-rein abstrakten
Rechnungseinheit, die von den einzelnen als Grundlage ihres Einkommens
 geschätzt werde und alle Umsätze vermittle. Das Geld sei
die abstrakte Rechnungseinheit, auf die die Einkommen lauten. Nie
werde der „Wert‘“‘, die Kaufkraft des Geldes, durch den Wert des: Geld-Y
 Diehl. Geldwesen und Valuta,. )