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Wirkung auf die Preise ausüben könnten!). Daß z. B. die australischen
ınd kalifornischen Goldfunde auf die Preise von Einfluß waren, sollte
Joch wohl nicht bestritten werden!
Was die praktischen Vorschläge Liefmanns anlangt, so weisen
sie große Ähnlichkeit mit denen von Bendixen auf, die ich oben beteits
kritisiert habe. Auch Liefmann gegenüber muß betont werden, daß
er die Papierwährung empfiehlt, ohne die so wichtige Frage beantwortet
zu haben, wie der Staat diese Papiergeldausgabe bewerkstelligen soll
unter Vermeidung der Gefahr einer Entwertung des Geldes. Gerade
Liefmann, der immer wieder betont, daß Inflation nur durch übermäßige
 Ausgabe von Papiergeld von seiten des Staates eintreten könne,
hätte diese staatlichen Kautelen auch genau angeben müssen. Mit
solchen allgemeinen Äußerungen, wie Z. B., daß „wenn erst die
richtige Einsicht in das Wesen und die Funktion des Geldes in den
maßgebenden Kreisen verbreitet wäre, so sei es auch nicht schwierig,
Gesetze zu machen, welche einem Mißbrauch der Notenpresse durch
den Staat viel schärfere Schranken setzten als die Goldwährung“‘?),
der der Bemerkung „man dürfe soviel Vertrauen zu einem geordneten
Staatswesen haben, daß es das Papiergeld nicht uferlos vermehre“3),
ist dieses schwierige Problem nicht erledigt.
Positiv sagt Liefmann darüber folgendes! „Für die Vermehrung
des Papiergeldes muß strenge Anpassung an die Erträge festgesetzt
zein, es kann auch Deckung durch gute Warenwechsel, evtl. auch durch
wichtige Rohstoffe vorgeschrieben werden“ 4). Die einzige Stelle in
seinen Schriften, wo er sich über diese Frage etwas genauer äußert, ist
auf S. 181 seines Buches „Geld und Gold“, wo er sagt: „Aber man muß
arkennen, daß die verschiedenen Arten, in denen eine Papiergeldvermehrung
 möglich ist, sehr verschieden wirken, und zwar kann man
sagen, sind ihre Wirkungen um so weniger gefährlich, je mehr die Geldvermehrung
 an den Tauschverkehr anknüpft, im Anschluß an ihn erfolgt
 und durch ihn begründet ist. Man kann auch sagen, eine Geldvermehrung
 ist um so weniger gefährlich, X. je mehr sie nur dazu dient,
wirklich im Tauschverkehr entstandene Erträge zu realisieren, 2. je
mehr dafür gesorgt ist, daß die Geldvermehrung nur eine vorübergehende
 ist, sich zeitweilig erhöhten Umsätzen anpaßt und dann unter
Umständen von selbst sich zurückschraubt.“ Demnach würde‘ e1ne
Vermehrung der Staatsnoten und der Banknoten zu unterscheiden sein.

I) „Geld und Gold‘ S. 194
?) Geldvermehrung S. 187.
» Ebenda S. 188.
N Ebenda S. 188.