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Handelsstaaten die Loslösung in absehbarer Zeit vollziehen werden.
Wir werden also auch Gelegenheit haben, diese Frage eingehend zın
erörtern.“
Das_eben erwähnte. nationalpolitische--Thema. in. der ‚Währungsfrage
 wird auch, von .anderen. Autoren angeschlagen, so besonders von:
Schmid t-Essen, dessen Schrift den bezeichnenden Titel führt: „Nationale
 Währungspolitik. Los von England!“1). Er verlangt die Ab--schaffung
 der Goldwährung vom „nationalen Standpunkt aus“ und:
sagt darüber: „Die falsche Lehre von der Identität von Geld und Gold
mit all ihren Konsequenzen plapperten wir in Wissenschaft und Publizistik
 den Engländern nach. So ging das nationale Prinzip für uns.
verloren ; es wurde von dem internationalen Goldbegriff übertrumpft,
aber nur scheinbar, da diese „internationale“ Auffassung sich, wie wir
gesehen haben, deckt mit der national-englischen Betrachtungsweise,.
Wir vertraten also und vertreten in weitesten Kreisen noch heute das.
englische Währungsideal, dessen nationale Bedingtheit nicht erkannt:
und das für ein Menschheitsideal gehalten wird. Was nun der Deutsche-Friedrich
 List für die Handelspolitik ist, das bedeutet der Deutsche:
Georg Friedrich Knapp für die Währungspolitik. Er setzt der englischen
 Lehre von der Internationalität der idealen Währungsverfassung:
die deutsche Lehre von dem staatlichen Charakter des Geldwesens.
und der Relativität des Währungsideals gegenüber. So hat die deutsche:
Theorie uns und den übrigen Staaten die Waffen zur Befreiung aus.
englischen Ketten geliefert.“
Man sollte sich doch hüten, in dieser Frage, die so nüchtern und
realpolitisch wie nur möglich behandelt werden sollte, nationalpolitische-Tendenzen
 heranzuziehen. Wenn England zum System der Goldwährung:
übergegangen ist, so geschah es keineswegs aus dem national-egoistischen
Motiv, seine Beherrschung des Goldmarktes auszunutzen, sonderm
wegen der sachlichen Vorzüge, welche die Goldwährung für das:
Geldwesen der ‘privatkapitalistischen Wirtschaftsordnung hat. In
diesem Sinne müssen auch wir die Weiterführung unserer Gold währungnach
 dem Kriege erstreben und dürfen uns nicht durch nationale Sym-.
pathien oder Antipathien leiten lassen.
Ich habe Heyn, Bendixen und Liefmann ausführlicher behandelt,
 weil sie unter den Gegnern der Goldwährung diejenigen sind,
welche in theoretischer Hinsicht die beachtenswertesten Gesichtspunkte:
geliefert haben; es würde hier aber zu weit führen, auch alle die übrigen;
Autoren zu behandeln, die eine „Entthronung des Goldes“ beabsich-')

 Dresden 1017 (S. 1a).