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tigen, zumal darunter auch sehr viel rein dilettantisches sich befindet.
Die meisten dieser neueren Geldtheoretiker vertreten die Auffassung,
daß es für das Wesen des Geldes ganz gleichgültig sei, ob es aus Metall
oder Papier bestünde. Diese Auffassung, die Knapp rein theoretisch
vertreten hat, wollen sie auch auf die praktische Wirtschaftspolitik
übertragen und treten dafür ein, nach dem Kriege nicht wieder zur
Goldwährung zurückzukehren ?).
Nur kurz möchte ich noch auf_die_ Schrift. X0nDatberg”)
eingehen, um zu zeigen, zu welchen gewagten praktischen Vorschlägen
 man von jener Seite gelegentlich kommt, Dalberg emp-Hehlt
 nämlich allen Ernstes eine Briefmarkenwährung für Deutschland.
 Auf den Einwand, den ich in meiner Rede über „Deutschland
als geschlossener Handelsstaat im Weltkriege‘“ gegenüber den Vertretern
 der Papierwährung gemacht habe, daß eine privatkapitalistische
 Wirtschaftsordnung‘ eines Geldes mit Stoffwert bedürfe,
erwidert er, daß man z. B. das Geld auf Briefmarken basieren
könne. Er schreibt: „Dem ist zu entgegnen, daß man das Geld ja
ebensogut wie auf einen Stoff wie Gold auf eine allgemein benötigte
und geschätzte Einheitsleistung des Staates, wie z. B. Personenbefördecung
 auf x km Eisenbahn oder Briefbeförderung von einem Ort zum
anderen innerhalb des Deutschen Reiches zurückführen könnte. Man
könnte die heutige ıo-Pfennig-Freimarke, oder das Zehnfache ihres
Wertes (== I Mark) der Währung zugrunde legen. Dann hätten wir
bereits stoffwertloses Geld, das noch einen festen wirtschaftlichen Wert
in sich begreift. Auch das Ausland müßte diesen Wert anerkennen;
Aenn solange Auslandshandel besteht, also Schulden von Land zu Land
antstehen, ist der ausländische Kaufmann auf die Benutzung unserer
heimischen Verkehrsanstalten angewiesen und wird eine Urkunde,
welche eine Einheitsleistung der Verkehrsanstalten gewährleistet, als

1) z.B. Karl Elster in seiner Abhandlung „Zur Analyse des Geldproblems“
n Conrads Jahrb. 109. Bd., III. Folge, 54- Bd., September 1917: „Ob die Geld-‚eichen
 zweckmäßig aus Metall hergestellt werden, ob aus Papier, oder aus welchem
Stoffe es immer sei, ist einzig und allein eine Frage der Technik. Die materielle
Funktion des Geldes wird von den stofflichen Eigenschaften der Geldzeichen nicht
berührt, wie denn die Resultate einer Rechenaufgabe nicht davon abhängen, ob
:ie mit Hilfe metallener oder hölzerner, roter oder weißer Kugeln auf der Rechenmaschine
 gelöst wird. — Damit ist die Stellung zum Metallismus gegeben. Wer
im Gelde die abstrakte Rechnungseinheit erkannt hat, wird die Forderung „„stoffich
 vollwertigen Geldes‘ nicht weiter diskutieren. Vom „Gelde‘“ „Stoffwert‘“
verlangen, heißt von den Zahlen die stofflichen Eigenschaften der Dinge fordern,
die mit Hilfe dieser Zahlen verteilt werden sollen‘ (S. 299/300).
X Die Entthronung des Goldes. Stuttgart 1916.