VII.

Die Wiederherstellung der Parität der Valuta und
die Rückkehr zur Goldwährung nach dem Frieden.

Statt die Mahnung zu erheben „los von England‘ wäre es
richtiger, bei der Frage, wie unsere Währungspolitik nach dem Kriege
durchgeführt werden soll, die englischen Maßnahmen nach den Napoleonischen’
 Kriegen zu beachten und zu versuchen, in ähnlicher Weise,
wie es damals den Engländern gelungen ist, die Wiederherstellung
der Valuta und die Wiedereinführung der Goldwährung zu betreiben 1).
Gewiß wird diese Reform nicht sofort durchführbar sein, und es wird
aine längere Übergangszeit erfordern, bis unsere Valuta wieder hergestellt
sein wird und wir dann zur Goldwährung zurückkehren können. Aber
das Ziel, das wir uns ‚stecken sollen, muß unbedingt sein: Wiedereinführung
 der Goldwährung.
Doch sehen wir zunächst, wie damals in England diese Restauration
 der Goldwährung durchgeführt wurde. In überraschend schneller
Frist ist es England gelungen, die Papierwährung und den schlechten

?) Ich hatte an anderer Stelle (Jahrbücher für Nationalökonomie u. Statistik,
Dezember 1916) gesagt: „Es wird für Deutschland eine wichtige Aufgabe sein,
nach beendigtem Kriege wieder zu den strengen Grundsätzen der Goldwährung
d. h. zur Wiederherstellung der Einlösungspflicht der Banknoten zu kommen.
Nur auf diese Weise kann die Parität der Valuta wiederhergestellt werden,‘ Liefmann
 zitiert diese Stelle und bemerkt dazu: „Im Gegenteil, erst wenn die Parität
der Valuta wieder hergestellt ist, ist eine Goldwährung, d. h. Wiederherstellung
der Einlösungspflicht der Banknoten wieder möglich.‘ Hier liegt natürlich ein
Mißverständnis vor. Ich hatte an der Stelle sagen wollen, daß nur dann, wenn
Deutschland sich das ernste Ziel steckt, aus der Papierwährung herauszukommen
und wieder zur Goldwährung zurückzukehren, die Wiederherstellung der Parität
erwartet werden kann. Daß aber zeitlich die Sorge für die Wiederherstellung der
Parität der Valuta vorausgehen muß der gesetzlichen Wiederherstellung der Einlösungspflicht
 der Noten, betrachte ich als selbstverständlich (vgl. Liefmann,
Geldvermehrung, S. 175).