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fiehlt für die Friedenswährung: keine Ausprägung von Goldmünzen
mehr und keine Einlösungspflicht der Noten mehr. Er meint, man
könne „die öffentliche Meinung des Landes teils durch gesetzliche Maßnahmen,
 teils durch psychologische Beeinflussung von ihrem Vorurteil
den uneinlösbaren Noten gegenüber befreien und das Vertrauen in ihre
Kaufkraft so sehr stärken, daß auch in den kritischsten Augenblicken
eine Störung des Geldumlaufs und ein Zusammenbruch der Währung
nicht erfolgen kann“1). Auch er vertritt die schon zurückgewiesene
Auffassung, daß, wie man am Beispiele Schwedens sehe, das Ausland
gar kein Gold haben wolle; die Reichsbank solle statt eines großen Goldvorrates
 lieber Devisen-, Effekten- und Warenvorräte als ‚„Auslandwerte‘
 sammeln. Doch hat Hahn selbst gewisse Bedenken, wie das
Verschwinden des Goldvorrates möglicherweise auf das Ausland wirken
könne, Es bliebe die Frage: „ob nicht das Vorhandensein eines Goldvorrates
 als solchen wegen der von ihm ausgehenden Suggestivkraft
die Bereitwilligkeit zur Kreditierung und die Spekulation in der Markdevise
 zu heben imstande ist“ ?). Darum sei zu erwägen, ob es sich nicht
empfehle, von einer Ausweisung des Goldbestandes in den Bilanzen
der Reichsbank überhaupt abzusehen: „Mit dem Verschwinden der
Angaben über die Größe des Goldvorrats in den Bilanzen der Reichsbank
 würde — zumal wenn andere Zentral-Notenbanken entsprechend
vorgehen würden — die materiell nicht zu begründende Überschätzung
des Goldes zum Teile wenigstens ihres Nährbodens beraubt und damit
auch die von manchen behauptete Suggestivkraft des Goldvorrats verloren
 gehen“ 3),

Die zuletzt erwähnte Arbeit ist die neueste Veröffentlichung von
seiten der Gegner der Goldwährung. Andere werden folgen, denn es
scheint jetzt der Glaube an die wunderbaren Wirkungen, die von der
„Entthronung des Goldes‘* ausgehen sollen, an Ausdehnung zu gewinnen,
Bei vielen Vertretern dieser Auffassung habe ich den Eindruck,
als ob sie sich der großen Verantwortung nicht bewußt seien, die mit
der Forderung so radikaler Änderungen unseres Währungssystems
verknüpft ist. Ferner vermisse ich bei der großen Mehrzahl der
Schriften, die von dieser Seite veröffentlicht werden, eine klare, eingehende
 und scharfe theoretische Fundamentierung, die doch von
denen verlangt werden müßte, die so kühne Pläne der Öffentlichkeit

') a. a. O0, S. 20.
)) Ebenda S. 37.
3 Ebenda S. 38,