Wir kommen damit zu der Gegenüberstellung der Aktiven
und Passiven bei der Jahresbilanz sowie des Jahresabschlusses
des (ewinn- und Verlustkontos.
Beide stimmen bei der Bank von Frankreich und der
deutschen Reichsbank im wesentlichen überein. Man kann
höchstens hier von der Reichsbank sagen, dass sie in weit
umfassenderem Masse Spezialisierungen der Konten vornimmt,
als das seitens der Reichsbank geschieht. So z. B. trennt
die Bilanz der Reichsbank den Kassenbestand in den baaren
"Teil desselben, den Bestand an Reichskassenscheinen und
eigenen Banknoten. Ebenso werden beim Wechselkonto geschieden
 die Platzwechsel, die Versandtwechsel und die
Wechsel auf das Ausland, die sich in der Bilanz der Deutschen
Reichsbank mit einem ziemlich hohen Betrage finden. Nur
bei der Darlehnsgewährung gegen Erteilung beweglicher
Pfänder, seien es nun Effekten, seien es Darlehne, die auf
Edelmetall hin gewährt sind, findet sich bei der Bank von
Frankreich ein gewisses Heraustreten aus der reservierten,
generalisierten Fassung der Bilanz. Der letzte Posten „verschiedene
 Aktiva“ ist dagegen wieder von der Deutschen
Reichsbank in 6 Konten spezialisiert angegeben, während die
Bank von Frankreich ihn ungeteilt bestehen: lässt.
Im grossen und ganzen lässt sich dasselbe von der
Passivseite der Bilanzen beider Banken sagen; auch dabei
zeigt sich, soweit die Bank von Frankreich in Betracht kommt,
die Neigung, einzelne Positionen zu schaffen. Hier ist es
aber die Reichsbank, die sich bestrebt, die. verschiedenen
Konten unter einheitlichen Gesichtspunkten zusammenzufassen
unter Belassung ihrer Bezeichnungen in den Unterabteilungen,
Zählt man diese besonders, sind es bei der Bank von Frankreich,
 wie bei der Reichsbank 14 Konten auf der Passivseite.
Einer besonderen Erklärung bedarf das auf der Passivseite
der Bilanz der Bank von Frankreich erscheinende Konto
„Reescompte des Effets escomptes nou 6chus“.
(Bousquet S. 191.) Dieser Ausdruck hat bei den Bilanzen
der Bank von Frankreich seinen ganz bestimmten Sinn. So-