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Bei der Beurteilung der Frage, ob die Dienste einer
Landesbank umfassender sind, als die einer anderen, ist, aber
neben der absoluten Höhe der nutzbar gemachten Beträge
auch noch die Frage in Betracht zu ziehen, wie breiten
Kreisen der Bevölkerung die erwähnten Dienste zu Nutz und
Frommen gereichten? Nun hat die Vergleichung (S. 60) der
Bank von Frankreich und der deutschen Reichbank für die
Jahre 1892—1899 bezüglich des Gesamtbetrages, der Stückzahl
 und des auf den einzelnen Wechsel entfallenden Durchschnittsbetrages
 ergeben, dass die Bank von Frankreich
erheblich weitergeht als die Reichsbank. Rechnet man
die resultierenden Beträge bei der Bank von Frankreich
in Mark um und stellt die sich ergebenden Posten in Mark
den sich bei der Reichsbank ergebenden Posten. gegenüber,
so ergiebt sich das schon Seite 60 erzielte Bild.
Aus der absoluten Höhe dieser Beträge folgt zunächst,
dass die Wechsel der Bank von Frankreich dem nicht zur
Grossfinanz und Grossindustrie gehörenden Publikum in weit
höherem Masse zugängig sind, als das in Deutschland der
Fall ist. Der gegenüber den für Deutschland in Betracht
kommenden Beträgen in Frankreich gegebene ausserordentlich
niedrige Durchschnittssatz erklärt sich durch die sehr hohe
Zahl der kleinen und kleinsten Wechsel in Frankreich. Dass
dieselbe in Frankreich grösser, als in Deutschland, hat auch
Se. Kxellenz, Herr Reichsbankpräsident Dr. Koch, in’ der
Sitzung des Herrenhauses vom 16. IV. 1896 nach dem Wortlaute
 des stenographischen Protokolls anerkannt. Diese Erscheinung
 wird von den verschiedenen Seiten in verschiedener
Weise ausgedeutet. In einem Artikel der Berliner Korrespondenz
 (No. 6 vom 11. I. 1897) wird die grössere Zahl der im
Portefeuille der Bank von Frankreich befindlichen kleinen
Wechsel damit erklärt, dass auch im französischen Kleinverkehr
 die Gewohnheit herrsche, sich des Wechsels zur
Zahlungsausgleichung zu bedienen, Um das Gewicht dieser
Behauptung zu vermehren, wird einige Zeilen später ausgeführt.
 die von der Bank von Frankreich erforderte 3. Unter-