vollzieht sich die Bewegung der jährlichen Diskontbeträge.
Absolut genommen sind dieselben höher als bei der deutschen
Reichsbank. Diesem Umstande gegenüber scheint wieder die
grössere Höhe des auf 1 Million Mark entfallenden durchschnittlichen
 Gewinnbetrages für die grössere Billigkeit der
Dienste zu sprechen, welche die Reichsbank dem deutschen
Reiche leistet. Demgegenüber bewegen sich aber bei der
Reichsbank die Posten des Gesamtumsatzes sowohl wie die
der Diskontbeträge in aufsteigender Linie, die durchschnittlich
auf 1 Million Mark Umsatz entfallen, der Gewinnbeträge dagegen,
 wie bei der Bank von Frankreich, bis zum Jahre 1895
in absteigender Linie. Von 328 Mark im Jahre 1881 sinkt
der Nettoverdienst der Bank von Frankreich auf 123 Mark
im ‚Jahre 1895, bei der Reichsbank vollzieht sich der gleiche
Prozess von 210 Mark auf 81 Mark, hieraus ergiebt sich,
dass absolut genommen die Dienste der Banque de France
teurer gewesen sind, als die Dienste, welche die Reichsbank
Deutschland geleistet hat,
Diese Thatsache steht in einem scheinbaren Widerspruch
mit dem, was wir aus Tabelle Seite 100/101 entnehmen konnten,
nämlich, dass trotz allem der Diskont bei der Reichsbank
teurer und zwar erheblich teurer war, als bei der Banque
de France. Arendt führt diese Thatsache darauf zurück,
dass bei der Reichsbank der Giroverkehr ein ausgedehnterer
sei, als- bei der Bank von Frankreich, er unterlässt
as jedoch, Zahlen hierfür anzugeben, wie er kurz Wvorher
ausführt, der Giroverkehr in MKFrankreich ein anderer
ist, als bei der deutschen Reichsbank, unsere diesbezügliche
Ansicht haben wir in Seite 67 niedergelegt. Da aber der
Umfang der Comptes courants bei der Bank von Frankreich
thatsächlich den Giroverkehr bei der Reichsbank im Umfange
nicht erreicht, so lässt sich mit Arendt nur das eine konstatieren,
 dass die von der Nationalzeitung in No. 147 Jahryang
 1895 angebrachte Vergleichsmethode nicht das richtige
Bild von dem Stande der Dienste giebt, den die Reichsbank
sowohl wie die Bank von Frankreich ihren Kunden leisten.