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Gewissermassen als Spiegel der Bedeutsamkeit der
Bank von Frankreich und der Reichsbank für das Wirtschaftsleben
 bleibt also nur die Höhe des Diskonts übrig, des
Preises; der im Einzelfalle für die Gewährung eines Diskontdarlehns
 gefordert wird.
Der niedrigere Diskont der Bank von Frankreich wird
auf verschiedene Weise erklärt. In No. 6 der Berliner Korrespondenz
 findet sich hierüber der folgende Passus:
„Fin niedrigerer Diskont ist stets und überall die Folge
grösseren ‘Reichtums und einer günstigeren Zahlungsbilanz,
in Frankreich noch besonders des herkömmlichen grossen
Vorrats an Zahlungsmitteln, eines im übrigen ziemlichen kostspieligen
 Aufwandes für die Wirtschaft des Landes. Zu erwähnen
 vergessen hat Thery aber, dass zu dem Diskont
dort die zeitweise noch recht erhebliche versteckte Geldprämie
hinzutritt, welche unter Umständen sogar auf 8% 0 wächst
und den Geldpreis für Dreimonatswechsel selbst bei einem
Bankdiskont von 2%, zeitweise auch über 5°/, verteuert.“
In seinem 1899 erschienenen Buche „zur Erneuerung des
deutschen Bankgesetzes“ (Leipzig, Dunker &amp; Humblot 1899
S. 116 ff.) bemüht sich Karl Helfferich, einmal darzuthun, dass
die deutschen Diskontsätze einmal von der internationalen
Goldbewegung unabhängig zum andern nur durch den inneren
deutschen. Geldbedarf bedingt seien. Der Versuch zu einer
Begründung dieser Behauptung wird von Helfferich damit
gemacht, dass derselbe mit den Bewegungen des Bankdiskontes
die angeblichen Schwankungen des deutschen Goldschatzes
hinsichtlich der Einfuhr und Ausfuhr vergleicht und dabei
konstatiert, dass die nachstehenden Schwankungen nicht
parallel gingen. Seinen Betrachtungen zu Grunde legt
Helfferich die Jahre 1896—1898.
Es sei aber an dieser Stelle schon erwähnt, dass
Helfferich für den spanisch-amerikanischen Krieg im Mai
1898 ausdrücklich den Zusammenhang der Diskonterhöhung
mit dem Goldabfluss nach Amerika anerkennt. Den wahren
Grund für den erhöhten Diskont in Deutschland erblickt