1!1

Aus den vorstehenden Zahlen ergiebt sich, dass Im
Jahre 1894, in welchem der Diskontsatz im. J alresdurchschnitte
mit 3,1179, die tiefste Stufe erreicht, auch das Verhältnis
4er Gold- ete. Einfuhr zur Ausfuhr das weitaus günstigste
ist, indem die Einfuhr die Ausfuhr um 274,4 Millionen Mark
übersteigt. Im Gesamteigenhandel und Spezialhandel indessen
weist. die Einfuhr der Ausfuhr gegenüber mit den vorigen
Jahren und den nächstliegenden. Jahren verglichen ein verhältnismässig
 erhebliches Mehr auf, was nach Helfferichs
Ansicht nicht der Fall sein dürfte, Demgegenüber wird
ungefähr der höchste durchschnittliche Diskontsatz erreicht
in den Jahren 1890 und 1898. Hier ‚aber ergiebt sich. nur
ain Überschuss der Gold- ete. Kinfuhr über die Ausfuhr von
1890 = 73,8 Millionen Mark
1898 = 122,6 a ”
obwohl die Gesamtziffern der Ein- und Ausfuhr pro
1890 — 157,2 Millionen Mark
1898 =- 566,00 m
gegenüber der pro
1894 — 381,0 Millionen Mark
beträgt. Dass also selbst die allgemeinen Goldhandelsverbältnisse
 nicht so olıne jede Beziehung zu der Diskontpolitik
der Reichsbank stehen, wie Helfferich es schildert, glauben
wir hiermit erwiesen zu haben, und es dürfte nicht mehr erforderlich
 sein, hier noch gegen Helfferichs Darlegungen denselben
 Einwand zu erheben, den die Berliner Korrespondenz
in No. 6 vom 11. Januar 1897 Edmond Thery. macht, dass
man nicht 2 absolute Ziffern des Geldbedarfs miteinander
vergleichen dürfe, obwohl doch Helfferich thatsächlich nur
aus einer statistischen Notiz seine Schlusfolgerung zieht.
Die Angaben der allgemeinen Handelsstatistik bestätigen
unsere Ansicht durchaus. Im Spezialhandel des Jahres .18%0
finden wir einen Überschuss der Einfuhr über die Ausfuhr
von 863,4 Millionen Mark, also trotz des höheren Diskontsatzes
 kein unglnstiges Verhältnis, Im Jahre 1898 dagegen
geht Hand in Hand mit dem erhöhten Diskontsatz ein erhöhter