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Wenn wir so die Verhältnisse beider Banken vergleichen,
 stellt sich allerdings die Lage der Bank von Frankreich
 wesentlich günstiger dar als die unserer deutschen
Reichsbank. So ganz ohne Stütze in den französischen Verhältnissen,
 wie Rosendorff es angiebt, sind die Ausführungen
Landesbergers (a. a. 0. S. 104) doch nicht. Dann operieren
beide, Helfferich sowohl wie Rosendorff mit dem Jahre 1898
und Rosendorff dann weiter noch mit dem: Jahre 1899... Betrachten
 wir diese Ausführungen genauer!
Das Jahr 1898 ist das Jahr des spanisch-amerikanischen
Krieges, und wir wollen es nicht unerwähnt lassen, dass hier
Helfferich ausdrücklich einen Zusammenhang zwischen den
Goldhandelsziffern und der Diskontfestsetzung der Reichsbank
feststellt, und zwar hier mit gutem Rechte, da jedes kriegerische
 Ereignis einschränkend auf die Produktion wirkt und
deshalb den Einfluss des Reichsbanukbedarfs an Gold auf den
Betrag des allgemeinen Goldbedarfs erhöht. Im Gegensatz
zu Helfferich nun erwähnt Rosendorff den Einfluss des
Krieges auf die Goldverhältnisse mit keinem Worte. Richtig
ist es, wenn Rosendorff angiebt, dass die schlechte Ernte des
Jahres 1897 einen umfangreichen Import von Corealien aus
Amerika nach Frankreich erforderlich gemacht hat und richtig
ist es auch, dass der Rechenschaftsbericht der Bank von Frankreich
 v, 1899 erstattet auf S. 12, dieser schlechten Krnte
die Hauptschuld an den Goldverlusten zuschreibt. Wenn wir
nun aber ein richtiges Bild für die Beurteilung der Frage
gewinnen wollen, hat die deutsche Reichsbank oder die Bank
von Frankreich besser ihren Goldschatz behüten können, so
müssen wir zunächst einmal feststellen, ob die Verhältnisse
hinsichtlich der Ernte in Deutschland ebenso. lagen wie in
Frankreich. Vergleichen wir zu diesem Zwecke die Ernteflächen
 der wichtigsten Nährfrüchte für Menschen und Vieh,
sowie den Ernteertrag derselben in den Jahren 1897—1899,
so erhalten wir das nachstehende, die Übereinstimmung der
Ernteverhältnisse in Frankreich und Deutschland voll aufweisende
 Bild: