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mehr ist wohl die geringere Neigung in Frankreich, sich an den
auswärtigen Transaktionen zu beteiligen, zu einem recht erheblichen
 Teile auf die Wirksamkeit der Prämien zurückzuführen.
 Will aber trotzdem ein Bankier sich an solchen
Geschäften beteiligen, so ist es nur billig, wenn er dann
auch die Kosten dafür trägt und dieselben nicht etwa in Gestalt
 einer Diskonterhöhung der Allgemeinheit aufgewälztwerden.
Als zweiten Fall bespricht Rosendorff den Fall, dass
das Ausland auf Grund einer ihm günstigen Zahlungsbilanz
erhebliche Forderungen gegen ein Land mit der Goldprämienpolitik
 geltend zu machen hätte. In diesem Falle bietet nach
seiner Ansicht eine Diskonterhöhung für das Gläubigerland
einen Anreiz dar, entweder dem Schuldnerlande die fälligen
Forderungen zu stunden, oder Wechsel des einen höheren
Zins gewährenden Landes zu kaufen. Beide eventuellen
Folgen stehen aber nicht miteinander: im Zusammenhange.
Selbst wenn man den Anreiz zur Stundung infolge eines
höheren Zinsfusses zugeben könne, so wird derselbe doch
durch den Ankauf von Wechseln auf das Schuldnerland nicht
berührt, denn dieser Ankauf lässtsichnur durch 2 Gründe erklären:
Er geschieht entweder, um durch Hingabe dieser Wechsel
 in Zahlung eine Schuld zu tilgen, oder um an den Wechsel
etwas zu verdienen. Auch den Ankauf von Wechseln durch
das gläubigerische Ausland, das durch Tilgung seiner Schulden
seine an sich schon gute Zahlungsbilanz noch verbessern will,
können wir hier ausser Acht lassen. Es bleibt als eventuelles
günstiges Moment für den Diskont nur noch der Anreiz
zur Stundung übrig. Ob die Erzielung dieser Wirkung aber
eine so absolut wünschenswerte ist, das müssen wir bezweifeln;
 denn unseres Krachtens übt ein weit ausgedehnter
Ankauf von Wechseln zahlbar im Inlande und von Inländern
aine ähnliche Wirkung auf das wirtschaftliche Leben aus,
wie der Ankauf von Aktien eines grossen Unternehmens,
z. B. der Hamburg-Amerika Linie. Er räumt dem Auslande
einen Einfluss auf die wirtschaftliche Kntwickelung des Inlandes
 ein, der zuzeiten gefährlich werden kann. Aus diesem