riert, auch unter gehöriger Vorsicht auf besonders hierzu verfertigtes
Papier, in Kupfer gestochen, mit verschiedenen Zieraten, und einem besonderen
 Stempel versehen ....... und auf rO, 20, 50, 100, 500 oder
1000 Banko-Pfunde lauten.“ Die Noten sollten neben den Gold- und
Silbermünzen umlaufen, durften jedoch niemand, der bares Geld zu fordern
 hatte, aufgedrängt werden.
Im Anschluß an die Bank wurde, mit Unterstützung des Königs, unter
ler Firma Ph. Clement &amp; Co. ein Bankgeschäft errichtet, das die Verpflichtung
 übernommen hatte, „die Banknoten und das Girogeld in Kurs
und auf Pari zu halten“, Sein Inhaber, der Holländer Clement, „hat
namentlich die Noten, die er in Zahlung für die Goldlieferungen empfängt,
im Auslande zu vertreiben, und für die Königlichen Kassen die bei ihnen
eingehenden Noten und Giro-Assignationen gegen bares Geld umzusetzen“,
Dafür sollte er bei der Bank einen offenen Kredit haben. Die Veroindung
 mit dem Clementschen Kontor, sagt Niebuhr!), wäre für die
Bank dann von Nutzen gewesen, wenn sie genügend eigene Fonds behalten
 hätte, wenn das Kontor seine Verpflichtungen in vollem Maße
hätte erfüllen können, und wenn drittens die Persönlichkeit Clements das
Vertrauen des Handelsstandes und der Bürgerschaft erregt hätte, Alles
lies war aber nicht der Fall,
Auch die Kommanditen in Hamburg und Amsterdam hatten schlecht
gearbeitet, Von der Gründung der Bank bis zum Schluß des Etatsjahres
1766/67 (1. Juni 1767) hatte sich ein Verlust von rund 160000 Talern
für das Institut ergeben.

2. Die Zeit von 1768—1806.
Der Verkehr mit Clement war inzwischen abgebrochen, die Kommanditen
 in Hamburg und Amsterdam aufgehoben und dadurch der Fonds
Jer Bank gestärkt worden. Vom ı. Januar 1768—1806 nahm das Institut
eine gedeihliche Entwicklung.
Große Barmittel erlangte die Bank, nachdem durch Edikte vom 18, Juli
:768 und 31. März 1769 angeordnet war, daß Gerichts- und Vormundschaftsbehörden,
 Kirchen, Stiftungen usw. ihre Gelder bei der Bank deponieren
 sollten. Im Juni 1771 war die Summe dieser Depositen bereits
auf 2535676 Reichstaler angewachsen. Die Bank, die als Girobank
zedacht, nachher, allerdings mit wenig Erfolg, auch Noten ausgab, und

1) a. a. O. S. 49.