Der Bestand an Barrengold und ausländischen Münzen, de:
zeitweise sehr zurückgegangen war — besonders groß ist die Differenz
zwischen den Beständen Ultimo Dezember 1913 und 1907: 429 bezw.
96 Millionen M — ist in den Jahren wieder gestiegen. Auf die Wichtigkeit
 eines hohen Goldbestandes und die hierfür zu ergreifenden Mittel wird
noch zurückzukommen sein, Silber in Barren und ausländisches Silbergeld
Sorten) wird in den Metallbestand nicht eingerechnet. Ist es vorhanden, so
muß es in den Wochenübersichten in die Rubrik „Sonstige Aktiva“ kommen,
Der Bestand an deutschen Goldmünzen und an Scheidemünzen
ist fast dauernd gestiegen, während der Talerbestand sich von:Jahr
zu Jahr verringert hat. Dies hängt mit den Änderungen des Münzgesetzes
zusammen: Nach Art. 4 des Münzgesetzes vom 9. Juli 1873 sollte der
Gesamtbetrag der Reichssilbermünzen 10 M für den Kopf der Bevölkerung
des Reiches nicht übersteigen. Durch die Münznovelle vom ı. Juni 1900
ist der Betrag von 10 auf 15 M erhöht worden. Bei Neuprägungen dieser
Münzen sollten Landessilbermünzen (Taler) insoweit eingezogen und veräußert
 werden, als die hierdurch entstehenden Verluste in dem aus den
Neuprägungen sich ergebenden Münzgewinne Deckung finden. Durch die
Novelle vom 7. Mai 1908 kann die Kopfquote der Scheidemünzen bis
auf 20 M erhöht werden. Die Taler sind seit dem 1. Oktober 1907 nicht
mehr gesetzliches Zahlungsmittel,
2. Reichskassenscheine: Hinsichtlich der Entstehung und der
rechtlichen Grundlage sei auf das Band I S. ı2ff. Gesagte verwiesen.
Durch Gesetz vom 3. Juli 1913 ist zur Erhöhung des Reichskriegsschatzes,
eine Verdoppelung der Reichskassenscheine vorgesehen worden, so daß
also 240 Mill. M in Abschnitten zu 5 und 10 M vorhanden sein werden.
3. Noten anderer Banken: Die Reichsbank legt die Noten der
anderen deutschen Notenbanken, die sie in Zahlung empfängt, einmal
in jedem Monat den betr. Banken zur Einlösung vor, und zwar geschieht
dies regelmäßig einige Tage vor dem Monatsende, zwischen dem 3. und
4. Wochenausweise, Der 4. Wochenausweis zeigt daher stets die niedrigste,
der 3, die höchste Ziffer der Noten anderer Banken. Es betrug (1913) der
Bestand der Reichsbank an solchen Noten:
am in runden Ziffern am in runden Ziffern
7. November ı9 Mill, M 7. Dezember 20 Mill. M
15. ” 28 „ 15. - 28 u
23. » 33 » 0» 23. »” 35 » x»
30. ® SB 31. 13 » »

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