Die Zentrale ist Dresden. Die Bank besitzt 8 Filialen und 236 Sog.
Pariplätze im Königreich Sachsen und in den benachbarten thüringischen
Fürstentümern. Auf diese 245 Plätze kauft die Bank Wechsel al pari an,
d. h. sie berechnet nur den Diskont, keine Einzugsprovision, und leistet
dadurch dem sächsischen Handel und der sächsischen Industrie große
Dienste, Trotz der Menge der Wechsel, die ihr zuströmen, findet sie im
Diskontgeschäft nur einen mäßigen Gewinn, profitiert aber indirekt, indem
sie sich durch das Diskont- und Einzugsgeschäft auch für ihre anderen
Geschäftszweige eine Klientele heranzieht. Ihr Wechselbestand setzte sich
am Ende des Jahres 1913 folgendermaßen zusammen:
in Tausend M
Wechsel auf Dresden. ... . . . . 5499
„ die Filialplätze der Bank . 37625
„ »„ die Pariplätze der Bank . 12797
„„ andere deutsche Plätze „+ 4949
Insgesamt 60870
Die Sächsische Bank darf zwar — ein Privileg, das sonst nur die
Reichsbank besitzt — unbegrenzt Noten ausgeben, sofern die durch das
Bankgesetz vorgeschriebene Deckung vorhanden ist. Da aber ihr steuer-[reies
 Notenkontingent auf 16771000 M festgesetzt worden war — für
die 4 sächsischen Notenbanken insgesamt war es 187 5 auf 24 Millionen M
bemessen worden —, So ist die Unbegrenztheit der Notenausgabe für
die Bank ein Geschenk, mit dem sie recht wenig anfangen kann. Ihr
durchschnittlicher Notenumlauf betrug in den letzten Jahren nur 45 Millionen
 M, Um berechtigten Kreditansprüchen genügen zu können, muß
sie sich daher noch auf andere Weise Mittel zu verschaffen suchen. Sie
iut es hauptsächlich durch Annahme von Depositen. die zum Teil an
sine Kündigungsfrist gebunden sind,
Am 31. Dezember 1913 hatte die Bank 4178 Konten mit einem Guthaben
 von 14794000 M. Davon waren
9639000 M
(536000 „
1641000 „ &gt; u »
1007000 202009 6 8 »
971000 „ Gerichtsdepositen „ I

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1%) Bei Abhebung von mehr als 5000 M bedarf es in der Regel einer achtägigen,
 bei Abhebung von mehr als 10000 M einer halbmonatlichen Kündigung.

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