Der Notenumlauf unterliegt verhältnismäßig geringen Schwankungen.
Er betrug: in Millionen £
1844 20,3 1804 253
1854 20,7 1898 27,5
1864 20,6 1901 30,3
1874 26,3 1904 28,2
1884 25,4 1907 209,5
Der Notenumlauf hat durchschnittlich also etwa das eineinhalbfache
des Kontingents, für das metallische Deckung nicht zu bestehen braucht,
betragen. Verglichen mit den Umsätzen im Scheck- und Clearingverkehr
erscheint er äußerst gering.
Die Notenstückelung!) war folgende:
in Prozent
20—100 &amp;
A

1844
1854 4
1864 4.
1874 39%9
1878 39,3

1000 %
17,3
12,7
9,0
6,7
6,4

13,0
u
x 9:3 x "„
18,2 28,3
18.1 28.6

Tu

b) Diskontpolitik und Lombardgeschäft.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Diskontsatz der Deutschen
Reichsbank und dem der Bank von England ist der, daß bei jener der
Diskontsatz ein einheitlicher ist, während die Bank von England bald
unter, bald über ihrer Rate diskontiert, und zeitweise, ohne Angabe von
Gründen, überhaupt die Diskontierungen einstellt, In Zeiten der Geldknappheit
 gibt sie auch direkt den anderen Banken Winke, ihre Diskontierungen
einzuschränken und vor allem keine Finanzwechsel mehr anzunehmen.
Hinsichtlich der Verfallzeit besteht auch bei der Bank von England
die Bestimmung, daß die Wechsel nicht länger als 3 Monate laufen sollen.
Hin und wieder jedoch kauft die Bank auch Wechsel mit einer Verfallzeit
bis zu 95 Tagen an, verlangt dann aber einen höheren Diskont. Mitunter
läßt sie ihren Diskont nur für Wechsel mit kurzer Fälligkeit gelten, d. h.
für Wechsel, die längstens noch einen Monat oder sechs Wochen zu laufen

1) S. Edgar Jaffe, Englisches Bankwesen, 2. Aufl, Leipzig 1910, Neuere
Ziffern waren von der Verwaltung der Bank von England, die überhaupt in der
Erteilung von Auskünften weniger Entgegenkommen als die anderen Banken zeigt,
nicht erhältlich,
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