Die einem Bureau auxiliaire zum Diskont eingereichten Wechsel werden
 von dem Diskontkomitee der übergeordneten Succursale geprüft.
Die Höhe des Diskonts wird vom Conseil generale bestimmt. Es
werden abgezogen: mindestens für 5 Tage Diskont auf Platzwechsel und
auf Wechsel, die von Paris auf einen Filialplatz, oder von einem Filialplatz
 auf Paris gezogen sind; mindestens für 8 Tage Diskont auf Wechsel,
die von einer Zweiganstalt auf eine andere Zweiganstalt, auf eine ville
rattach&amp;e oder einen Ort gezogen sind, an dem sich ein Bureau auxiliaire
befindet. Die Zinsen müssen auf jeden Wechsel mindestens 0,10 fr.,
auf jede Rechnung mindestens 0,25 fr. betragen.- Diese Mindestsätze sind
erheblich niedriger als bei den anderen Zentralnotenbanken,
Durch Diskontierung von Wechseln bis zum Betrage von 5 fr. herab,
bei einem niedrig bemessenen Minimaldiskont, kommt die Bank von Frankreich
 den Bedürfnissen der kleinen Gewerbetreibenden in hohem Maße
entgegen. Die Bank betont in einem ihrer letzten Berichte, daß sie „tatsächlich
 die Bank der gesamten Nation sei, da sie neben den umfangreichsten
 Umsätzen auch Wechsel bis zu 5 fr. herab ankaufe und hiermit
den Diskont zur Verfügung selbst derjenigen Kaufleute, Gewerbtreibenden
und Ackerbauer stelle, deren Geschäfte nur die Ausschreibungen niedrigster
Summen zulasse“,
Insgesamt diskontierte die Bank im Jahre 1913: 30041247 Appoints
— davon 9056 424, das ist fast 1/,, in Paris — im Betrage von 20 006
Millionen fr. In ihrem Wechselportefeuille hatte die Bank während
des Jahres 1913:
als höchsten Bestand (3. Januar) 2303,3 Millionen fr.
als niedrigsten Bestand (18. September) 13346 ” „
im Durchschnitt 1644,7 » »

Die durchschnittliche Laufzeit der 1913 diskontierten Wechsel
betrug 30 Tage (1912: 25,45 Tage).
Die in Paris angekauften Wechsel setzten sich aus folgenden Appoints
zusammen:
Wechsel von 5—10
»  10,01—5C
» 509,01—1I100 „
über 100

Insgesamt 9056 424 Stück.
Mehr als 50%, der in Paris angekauften Wechsel lauteten also auf