Sa "
N
A YO Sn
SS Univarsan, 53
As yorajita: ©
Kiel. &amp;
1 Z
A S
Cr RS SF
L R
7 » vr
Ra a

3. TEIL.

Allgemeine Fragen der Notenbankpolitik.
I. Notenpolitik,

1. Wesen der Banknoten und Systeme der Notendeckung.
Die wichtigste Aufgabe einer jeden Zentralnotenbank ist die Regelung
jes Geld- und Zahlungsverkehrs. Sie muß den Geldumlauf den jeweiligen
Bedürfnissen anpassen. Dies erreicht sie durch diejenige Operation, die
hr das charakteristische Gepräge verleiht, die Notenausgabe.
Eine Würdigung der Funktionen, der Bedeutung und des Wesens der
Banknoten finden wir zuerst bei Adam Smith (Wealth of Nations):
Gold- und Silbermünzen, die in einem Lande zirkulieren, und durch die
die Produktion jährlich in Umlauf gebracht und an die Konsumenten
verteilt wird, sind ebenso wie das Kapital, das ein Händler unbeschäftigt
in barem Gelde liegen hat, totes Kapital (dead stock). Wird durch geschickte
 Operationen an Stelle der Gold- und Silbermünzen Papiergeld
zebracht, so kann das Land dadurch einen großen Teil seines toten
Kapitals in tätiges und produktives verwandeln, Smith vergleicht das im
Lande umlaufende Gold- und Silbergeld mit einer Landstraße, „auf der
alles Futter und Korn des Landes zum Markt gebracht wird, während
auf ihr selbst nicht eine Faser davon wächst. Die Banknotenemission
schafft aber eine Art von Fahrweg durch die Luft und macht es dem
Lande möglich, einen großen Teil seiner Landstraßen in fruchtbare
Weiden und Kornfelder zu verwandeln und dadurch den jährlichen Ertrag
 von Land und Arbeit beträchtlich zu erhöhen.“
Smiths Schüler, David Ricardo, der durch geschickte Spekulationen
bereits im Alter von 25 Jahren so viel erworben hatte, daß er seine
Banktätigkeit aufgab und sich ganz der Wissenschaft und, durch die Zeitverhältnisse
 hierzu veranlaßt, speziell dem Geld- und Banknoten-Problem

207