der Bank im wesentlichen den gleichen Beschränkungen wie früher unterworfen
 wurde, Infolgedessen wurde die Bank auch durch Ministeriaierlaß
als Hinterlegungsstelle für Mündelvermögen bestimmt.
Die Badische Bank, die Bayerische Notenbank, die Sächsische Bank
und die Württembergische Notenbank konnten sich bisher nicht entschließen,
 auf ihr Notenrecht zu verzichten, und werden es auch in der
nächsten Zeit vermutlich nicht tun.
Die Württembergische Notenbank und die Bayerische Notenbank betreiben
 fast nur das Diskont- und Lombardgeschäft und damit im Zusammenhange
 den Giro- und Depositenverkehr. Das Erträgnis dieser beiden
Banken, die auch in ihrer Firma das Wort „Noten“bank tragen, würde
durch Aufgabe des Notenrechts vermutlich sehr erheblich geschmälert
werden. Die Sächsische Bank und die Badische Bank pflegen außer
diesen Geschäften auch noch das Depotgeschäft, d. h. die Aufbewahrung
und Verwaltung von Wertpapieren, und sie haben bereits, wie es seinerzeit
 auch seitens der Frankfurter Bank geschehen war, einen guten Grundstock
 für die Entwickelung zur Depositenbank gelegt. Ob die Erträgnisse
aus diesem Geschäft nach Aufgabe des Notenprivilegs sich so steigern
lassen werden, daß die Aktionäre auch in Zukunft auf eine befriedigende
Dividende rechnen können, ist schwer zu beurteilen.
Die Landesregierung, der Bundesrat und der Reichstag haben nun
aber nicht zu prüfen, ob das Notenprivileg für die Aktionäre und Direktoren
 der betreffenden Notenbank von Nutzen ist, sondern ob es im
Interesse der Allgemeinheit liegt, daß neben den Noten der Reichsbank
 noch solche anderer Banken im Deutschen Reich zirkulieren. Ein
solches Bedürfnis liegt nun entschieden nicht vor. Zu bejahen ist dagegen
 die andere Frage, ob sich die noch bestehenden Notenbanken als
Kreditinstitute bewährt haben,
Mit Recht ist von verschiedenen Seiten hervorgehoben worden, daß
diese „Landesbanken“ nützliche Mittelglieder zwischen der Zentralbank,
deren Tätigkeit sie ergänzen, und den Privaten, genossenschaftlichen
Kreditorganen usw. seien. Sie haben nicht nur der Industrie und dem
Handel in den Städten, sondern auch der Landwirtschaft und dem Gewerbe
 des platten Landes durch ein Netz von Filialen und Agenturen
zu dienen gesucht, Die Banken stehen in regem Diskontverkehr mit
zahlreichen städtischen und ländlichen Kredit- und Vorschußvereinen, so
daß auch deren Mitgliedern die Vorteile der billigen Diskontierung von
Wechseln auf Nebenplätze zugute kommen. Wechsel auf Filialen und

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