Jdiskontierte Wechsel, belieh Wertpapiere, Waren und Grundstücke. Seit
(835 war ihr Hauptzweck die Gründungs- und Finanzierungstätigkeit und
die Beteiligung an Unternehmungen verschiedener Art. Durch gegenseitigen
Aktienbesitz und Beleihungen erfolgte eine Verschachtelung zahlreicher
Gesellschaften. Heute ist die Bank mit einem, im Jahresbericht spezifizierten
 Effektenbesitz von 260 Millionen fr. — darunter 186 Millionen fr.
Aktien — die größte Kapitalanlagegesellschaft der Welt, und sie unterstützt
 dabei, entsprechend ihrem Gründungszweck, die Industrie in hohem
Maße Bei einem Aktienkapital von 32,8 Millionen fr, hatte sie (Ende 1913)
350 Millionen fr. Depositengelder,
„Die Societ&amp; Generale war industrieller Unternehmer, der Credit Mobilier
handelte mit Industriewerten“, so charakterisiert Heinrich Sattler!) den
Unterschied zwischen den beiden Instituten, und fährt dann fort: „War der
Pariser Credit Mobilier wirklich das, was er nach den Erklärungen seiner
Gründer sein sollte, und wofür er von den Meisten selbst heute noch gehalten
 wird, eine Bank, welche der Industrie langfristigen Kredit verschafft,
 so war er nur ein Abklatsch jener Brüsseler Gesellschaft“,
Neben den Brüdern Isaac und Emile Pereire und einigen französischen
Bankfirmen gehörte zu den Gründern des Credit Mobilier auch das Bankhaus
 Salomon Oppenheim &amp; Co in Cöln — sein Chef Abraham Oppenheim
 war auch Mitbegründer der Darmstädter Bank — und die Prinzessin
 von Leuchtenberg. Das neue Institut wurde von der Regierung
und den weitesten Kreisen des Publikums: mit den größten Erwartungen
and freudigster Zuversicht begrüßt, Betrachtete man es doch als Gegengewicht
 gegen die übergroße Macht der Privatbankiers, insbesondere des
Hauses Rothschild, dessen Alleinherrschaft über den Pariser Geldmarkt
die Pereires brechen wollten. Das Programm war sehr weitgehend. Aufgabe
 der Bank sollte u. a. sein:
*, Zeichnung oder Erwerbung öffentlicher Effekten, Aktien oder Obligationen
 der verschiedenen industriellen oder Kredit-Aktiengesellschaften,
insbesondere der Eisenbahn-, Kanal-, Bergwerksgesellschaften auf Aktien
and der Aktiengesellschaften für andere öffentliche Arbeiten, einerlei ob
schon gegründet oder noch zu gründen;
2. Submission auf alle Anleihen und öffentlichen Arbeiten, sowie Zession
and Realisierung der erworbenen Rechte;
3. Verkauf oder Verpfändung,.. sowie Umtausch aller erworbenen
Papiere;
') Die Effektenbanken. Leipzig 1890, S. 69,
Rx