verdankt sie dies dem Vertrauen, das sie erworben hat, und sie wird
wohl daran tun, demselben durch entsprechende Vermehrung ihrer Mittel
entgegenzukommen‘“,
Als Zweck der Bank wird in dem Statut von 1856 angegeben: „Sie
betreibt zur Beförderung der Erwerbstätigkeit ein Bankgeschäft, von
welchem ein Teil, der besondere Verkehr mit den Mitbeteiligten, das
«Spezialgeschäft» 1) genannt wird“. Da damals das reguläre Bankgeschäft
keine genügende Verzinsung des Stammkapitals versprach, andererseits
die Industrie Deutschlands, die sich gerade damals im Zeichen der Hochkonjunktur
 befand, große Kapitalien benötigte, so wandte auch die Disconto-Gesellschaft,
 nachdem sie 1856 Großbank geworden war, sich diesem
Geschäftszweige zu. Gleich das erste große Industrie-Unternehmen, der
Erwerb der nachher mit der Dortmunder Hütte verschmolzenen Henrichshütte,
 wurde eine Quelle des Unheils für die Disconto-Gesellschaft, denn
fortgesetzt wurde bei der Dortmunder Union eine neue Gründung, bezw.
Umgründung, Vergrößerung, Verkleinerung, Reorganisation und Wiedervergrößerung
 notwendig ®).
Im gleichen Jahre, in dem die Disconto-Gesellschaft Effektenbank wurde,
entstand, ebenfalls in Form einer Kommanditgesellschaft auf Aktien, die
Berliner Handels-Gesellschaft. Unter den Gründern befinden sich ein
Teil der Kölner Häuser, die die Darmstädter Bank ins Leben gerufen
haben, daneben aber auch die ersten Berliner Bankfirmen: Mendelssohn
 &amp; Co., S. Bleichröder, Robert Warschauer &amp; Co., Gebr. Schickler
u. a. Das Grundkapital wurde zunächst auf 15 Millionen Taler festgesetzt
 und konnte bei Bedarf auf das Doppelte erhöht werden.
Als Zweck der Gesellschaft wurde angegeben „Betrieb von Bank-,
Handels- und industriellen Gesellschaften aller Art“. Ihre Wirksamkeit
sollte sich erstrecken „insbesondere auch auf industrielle und landwirtschaftliche
 Unternehmungen, auf Bergbau, Hüttenbetrieb, Kanal-, Chausseeand
 Eisenbahnbauten, sowie auf die Begründung, Vereinigung und Konsolidierung
 von Aktiengesellschaften, und die Emission von Aktien oder
Obligationen solcher Gesellschaften“.
Die Berliner Handels-Gesellschaft war bereits in der ersten Epoche eine
„ausgesprochene Emissionsbank, was namentlich die Folge hatte, daß auf
') Dieses besteht in der Hauptsache. in der Wechsel-Diskontierung.
% S, hierüber Otto Lindenberg, 50 Jahre Geschichte einer Spekulationsbank,
Berlin 1903, und die von der Bank herausgegebene Jubiläumsschrift: Die Discontoresellschaft
 1851—1901. Berlin 1901,

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