selbst bei demselben Institut der Gewinn auf das gleiche Geschäft in
zwei Depositenkassen oder Filialen, ja ev. sogar das gleiche Geschäft
bei verschiedenen Kunden in derselben Kasse oder Filiale bzw, im Hauptgeschäft
 auf verschiedenen Konten erscheinen kann.
A z B. will einen 6 Monats- Wechsel in Höhe von 3000 M
Jliskontieren. Die Bank erklärt: Wir diskontieren nur Wechsel mit einer
Laufzeit von höchstens 3 Monaten, wollen aber bis zum Eintritt der
3 Monats-Laufzeit den Wechsel lombardieren. Der Profit wird verbucht
auf Zinsen und Provisions-Konto für die ersten 3 Monate, auf Wechsel-Konto
 für die nächsten 3 Monate. Das Wechsel-Konto wird nun auch
wieder von den einen als Bestand-, von den anderen als Erfolgs-Konto
gebucht, und hinsichtlich der Abbuchungen der Zinsen und Provisionen
bestehen verschiedene Gepflogenheiten bei den Banken. — Dem B
wird der gleiche Wechsel auf seine besondere Bitte sofort abgerechnet
werden. Wenn auch der Profit der Bank der gleiche ist, so erfolgt doch
sine andere Verteilung auf Zinsen- und Provisions- Konto. C zahlt
prinzipiell keine Provision, Da die Bank aber ebensoviel wie an dem
Diskontgeschäft des B und A verdienen will, so wandelt sie die Provision
in Zinsen um. Der Zinsgewinn ist also um die nicht in Ansatz gebrachte
Provision höher.
Ebenso findet bei Effekten-Kommissionsgeschäften und beim Properhandel
 eine verschiedene Behandlung der Provision bzw, des Kursgewinnes
statt. Verschieden ist auch die Art der Zinsberechnung auf Effektendestände,
 Teils geschieht sie zu Lasten des Effekten- und Konsortial-Kontos
 und zugunsten des Zinsen-Kontos, teils nicht.
Auch die Umbuchungen von Konsortial- auf Effekten-Konto, d. h.
also die Auflösungen von Konsortien, werden oft durch rein zufällige,
äußerliche Momente bestimmt, wie z, B. folgender, der Praxis entnommnener
 Fall: Das aus 3 Banken, A, B und C bestehende Konsortium
von. 41, °, XY-Obligationen hat noch große Bestände, Die Effekten sind
bei der A-Bank, der Führerin des Konsortiums, deponiert. Die B-Bank
oraucht zur Lombardierung größere Effektenposten, und die D-Bank, ein
Unterkonsortiale von der C-Bank, ist mit der Leitung des Konsortiums
nicht einverstanden, da es zu wenig Interesse für den Absatz zeige — sie,
lie D-Bank bringe pro rata ihres Anteiles einen weit größeren Prozentsatz
 der XY-Obligationen in ihrer Kundschaft unter als das Konsortium —,
sie ersucht daher die C-Bank, die Auflösung des Konsortiums zu beantragen.
 Obgleich die A-Bank aus verschiedenen Gründen dagegen ist,
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