Jessen sorgfältiger Pflege wir die besondere Stärke unseres Betriebes
suchen“.
Provisonen und Zinsen auf Geschäfte, die der Kreditgewährung, Zahjungsvermittelung
 und Kapitalverwaltung gewidmet sind, bilden heute immer
noch die Hauptgewinnquellen jeder Bank, und die in der Tabelle auf
S. 301 ausgewiesenen Gewinne auf „Kommanditen und dauernde Beteiligungen“
 sind fast ausschließlich auch wieder aus Zins- und Provisionsgewinnen
 hervorgegangen.
Große Umsätze, kleine Gewinne. Das ist das Charakteristikum des
Bankgeschäftes. Infolge der großen Umschlagsmengen und der kurzen
Umschlagsdauer ist der prozentuale Gewinn auf ein Minimum reduziert.
So hat z. B. die Deutsche Bank im Jahre 1913 bei einem Jahresumsatz
von 129 Milliarden M ihr Aktienkapital von 200 Millionen M täglich ca.
2 Mal umgesetzt. Aus der Ertragsrechnung ergibt sich die Kalkulation:
Umsatz von 129 Milliarden M == 100 u
der Bruttogewinn 68 Millionen M = 0,053%
hiervon Betriebskosten 35,5 Millionen M = 0,028%
bleiben Reingewinn 32,5 Millionen M = 0,025%
Auf ı Million M Umsatz kommt demnach, infolge der zahlreichen
zostenfreien Übertragungen und Zahlungen nur ein Reingewinn von
250 M. Es wird also rund verdient: !j,°/o brutto, 1% 9 netto Da aber
das Eigenkapital im Jahre (305 Geschäftstage) etwa 600 Mal umgesetzt
wurde und jeder Umschlag durchschnittlich einen Reingewinn von
0,025°%, ergibt, so macht dies fürs Jahr 15% Reingewinn aus. Die Höhe
des Umschlages selbst ist für den Gewinn, infolge der mehr oder weniger
zahlreichen Frankogeschäfte, nur wenig maßgebend. Es ist immerhin
interessant, die Ziffern zu erfahren, aber die Theorie darf ihnen keine
zu große Bedeutung beimessen.
Nicklisch bringt in der „Zeitschrift für Handelswissenschaft und
Handelspraxis‘“ (IV, ı) einige graphische Darstellungen der Rentabilität.
Aus ihnen, wie aus den Berichten der Banken selbst, geht hervor, daß
zur Erzielung der gleichen Rentabilität im allgemeinen immer größere Umsätze
 gemacht werden mußten. Ob die Ursachen in den durch die Kongurrenz
 verschlechterten Konditionen, größeren Verlusten, erhöhten Handlungsunkosten
 oder in anderen Momenten zu suchen sind, läßt sich
natürlich nicht sagen. Nicht zum kleinen Teil hat hierzu aber der Geldaustausch
 unter den Banken Beigetragen, den ich, meines Wissens
zum ersten Male in der Literatur, im Band I S. 97 geschildert habe.

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