Da es sich hierbei um sehr große, von Zufälligkeiten abhängende Beträge
 handelt, ist es jedenfalls für die Banken nicht zutreffend, wenn
Nicklisch in dem erwähnten Aufsatz schreibt: „Für die Beurteilung
der Prozentzahl, die die Rentabilität ausdrückt, ist das Verhältnis des
Reingewinns zum Umsatz von außerordentlich großer Bedeutung.
Es sagt uns, ob die Rentabilität im Vergleich zu der anderer Jahre
leicht oder nur unter größerer Kraftanstrengung zu erzielen,
bezw. aufrecht zu erhalten war.“
Es ist natürlich. auch sehr wichtig, zu erfahren, wie die einzelnen
Filialen und Depositenkassen relativ gearbeitet und wie sie das ihnen
von der Zentrale zur Verfügung gestellte Kapital verzinst haben, und
deswegen empfiehlt es sich, der Bilanz eine Spezifikation etwa nach
folgendem Muster (s. S. 306) beifügen zu lassen, ‚Relativ am besten
werden natürlich diejenigen Filialen abschneiden, deren Debitoren- und
Kreditorenhöhe sich ungefähr balanziert.

3. Aufsichtsräte, Direktoren und Beamte als Erwerbsfaktoren.

In der Generalversammlung der Deutschen Bank vom 31. März 1914
erklärte, mehreren Zeitungsnachrichten zufolge!), der Direktor von Gwinner,
als der Vorsitzende des „Allgemeinen Verbandes der deutschen Bankbeamten“
 auf das „allzugroße Mißverhältnis zwischen den Einnahmen
der Direktions- und Aufsichtsratsmitglieder einerseits und der Beamten
andererseits“ hinwies, daß nur die Direktoren die Dividende der Bank
erarbeiten. Die Bank könne sämtliche Beamte entbehren, aber. nicht
einen ihrer Aufsichtsräte oder Direktoren, „denn diese seien es in Wirklichkeit,
 die die Geschäfte‘ machen und die Dividende zu Stande bringen“,
Im weiteren Sinne trägt jeder Beamte der Bank, und ich möchte sogar
 die Boten und anderen Angestellten hier miteinschließen, nach Kräften
 dazu bei, durch korrektes und schnelles Arbeiten die Einnahmen
der Bank zu erhöhen und an Materialien zu sparen, Ich persönlich war
als Bankdirektor bemüht, bereits beim Lehrling „Geschäftsinteresse“ zu
erwecken und ihm zu zeigen, wie auch er, sei es auch in noch so bescheidenem
 Maße, das Geschäftserträgnis beeinflussen könne. Es war mir
eine Freude, zu sehen, wie einzelne aus Geschäftsinteresse innerhalb des
kleinen ihnen zuwiesenen Rayons mitunter selbständige Dispositionen
trafen und die anderen Lehrlinge günstig beeinflußten, Selbst wenn ich

1) S. Berliner Tageblatt 1914 Nr. 173. Der Bankbeamte XXI, 2. u. a,

20 Ohst, Bankpolitik.

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