nisse des einst hochangesehenen Bankhauses Haller, Söhle &amp; Co. geprüft
hatten. Sie haben die Firma, da sie vollkommen insolvent war, nicht gestützt,
 sondern die Eiterbeule aufgestochen, obgleich sie sich bewußt
waren, damit ein Alarmsignal zu geben. Gleichzeitig haben sie aber zur
Beruhigung des Publikums erklärt: „Jeder, der Geld braucht, kann es bei
uns Banken gegen Sicherheit und nötigenfalls auch ohne diese erhalten.
Wir haben uns gesagt: Selbst wenn wir bei dieser Gelegenheit Geld
verlieren, wenn wir Hunderttausende, wenn wir eine Million M verlieren,
So ist das immer noch besser, als daß das Mißtrauen Platz greift und
der ganze schon diskreditierte Platz Hamburg über Kopf geht. Wir sind
noch weiter gegangen, wir haben auch kleinere Banken, die nicht gerade
in besonders guten Verhältnissen waren, untersucht und ihnen über die
Krisis hinweggeholfen. Das ist das Solidaritätsverhältnis.“

c) Statistik der fremden‘ Gelder. ;
Nach den. von Alfred Lansburgh*!) erhobenen Statistiken hatten
Banken Kreditoren Depositen zusammen
in Millionen Mark
Ende 1857 39 90,6 109,4 200,0
„1874 174?) 727,6 262,8 990,4
» 1008 4443) 5557,7 2863,09 8421,6

Nach den Angaben von Robert Franz im Deutschen Ökonomist*)
stellten sich die fremden Gelder bei den verschiedenen Gruppen der
Kreditbanken wie folgt:
Ende 1888:
16 Banken 64 Banken 84 Banken
mit 15-—74 mit 1—14 mit weniger
Mil. M Mill. M als ı Mill. M
Aktienkapital. Aktienkapital. Aktienkapital.

Bestände in 1000 M
Depositen ....-. 165016 141321 95268 401 605
Kreditoren ,.... 568827 245837 67288 881952
zusammen. . . 733843 387158 162556 1283557
in 9% 04004 57,1 30,2 12,7 100

') Das Deutsche Bankwesen. Berlin--1909,
*) Darunter 2 Banken mit weniger als 100000 M Kapital.
8) Darunter 81 Banken mit weniger als 100000 M Kapital,
*) Sonderabdruck, Berlin 1912, S. 20.

23 Obst, Bankpolitik.

)2