halten sind, ist die Chance noch geringer als bei den Privatbanken. Doch
gibt es bei diesen Instituten eine Menge anderer Posten,. die wegen der
sozialen Stellung, die ihr Inhaber genießt, sehr erstrebenswert sind. Die
Stellung der anderen, nicht in höhere Positionen aufrückenden, kaiserlichen
 bezw. königlichen Bankbeamten entspricht etwa der der mittleren
Beamten bei den anderen Reichs- und Staatsbehörden.

2. Besoldungspolitik, Freizügigkeit, Pensionskassen, Urlaub usw.
In einer Sitzung des Deutschen Volkswirtschaftlichen Verbandes, in
der über die Gesichtspunkte diskutiert wurde, nach denen die Abfassung
von Monographien der Aktiengesellschaften vorzunehmen sei, wurde einstimmig
 betont, daß die Behandlung - der Sozialpolitik eines derartigen
Unternehmens der wundeste Punkt einer solchen Arbeit werden müßte, da
1. in den Geschäftsberichten, die die Unterlage für solche Monographien
bilden müssen, meist sehr wenig über die sozialfürsorglichen Maßregeln
von Seiten der Unternehmer für ihre Angestellten gesagt sei, und da
2. auf private Nachforschungen von Interessenten, die ohne jede Nebenabsicht,
 lediglich aus sozialpolitischem Interesse, bei den Unternehmungen
angestellt werden, diese sich in ein durchaus ablehnendes Schweigen
hüllen 2),
Dies ist richtig, und die beiden Bank-Monographien?), die in letzter
Zeit erschienen sind, bestätigen es ebenfalls. Nur wer selbst in verschiedenen
 Betrieben tätig gewesen ist und Gelegenheit hatte, die Verhältnisse
möglichst von verschiedenen Standpunkten aus zu beurteilen, wird in der
Lage sein, sich ein Bild zu machen von den allgemeinen Verhältnissen,
die in der betreffenden Branche bestehen.
Über das durchschnittliche Jahresgehalt eines Bankbeamten sind
wir allerdings auch durch die im Jahre 1906 vom Centralverband des
Deutschen Bank- und Bankiergewerbes veranstaltete Enquete unterrichtet ®),
und wir können auch auf Grund der Denkschrift des Reichsamts des
Innern, „betreffend die von den Organisationen der Privatangestellten im

1) S. Volkswirtschaftliche Blätter IX, 8.
*) Max Lewy, Die Nationalbank für Deutschland. Berlin 1911, und Otto
Pfahl, Die Mitteldeutsche Privat-Bank. Halle 1912,
®) Von den 38000 versandten Fragebogen sind 24146, also etwa 65%, ausgefüllt
 zurückgesandt worden, ausgehend von 1247 Firmen, und zwar 264 Aktienbanken
 mit 16391 Angestellten, 708 Privatbankgeschäften mit 5938 Angestellten
und 275 genossenschaftlichen Bankinstituten mit 1817 Angestellten,
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