den großen Instituten ihre auf Freiwilligkeit beruhenden Hauskassen
oder sie gehörten der Pensionskasse des Privatbeamten-Vereins an, wodurch
 ihnen ein sorgenfreies Alter garantiert war, und am ırl. Juli 1909
ist, unter Mitwirkung weiter Kreise der Chefs und der Angestellten, der
„Beamtenversicherungsverein des Deutschen Bank- und
Bankiergewerbes (a. G.) in Berlin errichtet worden, Dieser gewährt
den im Verein befindlichen Bankbeamten, nach Ablauf von 10 Dienstjahren,
 im Falle der Dienstunfähigkeit eine Pension, und im Falle des
Todes ihren Witwen und Kindern Witwengelder bezw. Waisenrenten.
Die Chefs zahlen 4°, die Angestellten 4% ihres Gehaltes als Beitrag,
Die Kasse ist im Mai 1913 vom Bundesrat als Ersatzkasse in Gemäßheit
 des $ 372 des Versicherungsgesetzes für Angestellte zugelassen
worden. Die Entwickelung der Kasse, deren Versichertenbestand die
Zahl von 36000 nunmehr übersteigt, rechtfertigt die Erwartung, daß
diese in gemeinsamer Verwaltung von Chefs und Angestellten stehende
Einrichtung dauernd befähigt sein wird, „der Wohlfahrt der Bankangestellten
 zu dienen und den sozialen Frieden im Bankgewerbe zu fördern“
(Geschäftsbericht des Zentralverbandes für 1913), Von den größeren
Instituten sind die Deutsche Bank und die Darmstädter Bank nicht
angeschlossen.
Trotzdem den Banken durch den Beitritt zur Bankbeamten-Kasse sehr
erhebliche Kosten entstehen — für das !/,°/, das die Banken mehr als
bei der allgemeinen Versicherungskasse zahlen, erwachsen den Beamten
große Vorteile gegenüber der staatlichen Versicherung — haben einige
Banken und Privatfirmen nicht nur ihren bisherigen Pensions- und Unterstützungsfonds
 beibehalten, sondern sie dotieren ihn auch weiter regelmäßig.
Um die Beamten zur Sparsamkeit anzufeuern, sie aber vor Effektenspekulationen
 möglichst zu bewahren, besteht bei sehr vielen Firmen die
Einrichtung, daß das Guthaben der Beamten, meist bis zur Höhe von
10000 M, mit 5%, verzinst wird.
Beamtenkassen, denen ein zinsfreies Darlehen seitens der Bank gegeben
 ist, gewähren Vorschüsse, z. B. in Form der Diskontierung der Gehaltsquittung.
 Durch gemeinsamen Einkauf von Lebensmitteln usw. verschaffen
 sie den Beamten Erleichterungen verschiedener Art. Kantinen im
Bankgebäude liefern zu mäßigen Preisen Speisen und Getränke, Klubräume
 und eine Bibliothek im Lesezimmer dienen der Erholung und
Fortbildung.
Während die übrigen Handlungsgehilfen um jede Stunde Erweiterung

2% Obst. Bankvolitik.

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