6. TEIL.

Äußere Bankpolitik.

Il. Banken untereinander,

[., Expansion und Konzentration).

Die Banken sollen Geschäfte machen und verdienen, und so ist der
Mauptfaktor der äußeren Bankpolitik der Erwerbstrieb. Vielerlei
Mittel und Wege führen zu diesem Ziel,
Die mit- Schaffung des Deutschen Reiches einsetzende Wirtschaftsperiode
 steht unter dem Zeichen der größten Expansion auf allen Gebieten
 der öffentlichen und privaten Betätigung und der intensivsten
Konzentration der Unternehmungen und Kapitalien, d. h. der Verschiebung
 des Schwerpunktes nach einem Mittelpunkt. Die Konzentration
ist jedoch kein Gebilde der Neuzeit, Bedingt durch die kapitalistische
Wirtschaftsordnung, ist sie ebenso alt und international, wie diese. Expansion
 und Konzentration stehen im Verhältnis von Ursache zur Wirkung,
 d. h. die Expansion bedeutet eine Konzentration, einen Zusammen-1)

 Literatur: G. Diouritsch, L’expansion des banques allemandes, Berlin
1909. Alfred Lansburgh, Das Beteiligungssystem im deutschen Bankwesen.
Bank 1910 Heft 6 und 7. Ludwig Metzler, Studien zur Geschichte des
leutschen Effektenbankwesens. Leipzig 1911. J. Rießer, Die deutschen Großbanken
 a, a. O. Alfred Salzmann, Ursprung und Ziel der modernen Bankentwickelung.
 Dresden 1904. Hermann Schumacher, Die Ursachen und Wirkungen
 der Konzentration im deutschen Bankwesen, Schmollers Jahrbuch, XXX, 3,
Adolf Weber, Die Konzentration im deutschen Bankwesen, Kritische Blätter
für die ges, Sozialwissenschaften II, 7. Paul Wallich, Die Konzentration im
deutschen Bankwesen, München 1906. Otto Warschauer, Die Konzentration
im deutschen Bankwesen, Conrads Jahrbücher 3. Folge XXXII. St. Wiewiorowski,
 Einfluß der deutschen Bankenkonzentration auf Krisenerscheinungen.
Berlin 1912.

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