auf verschiedenen Wegen und in verschiedenen Formen: Direkt, und auch
indirekt durch Dezentralisation,

a) Fusion.
Zur Angliederung (Fusion), d. h. zur völligen Aufnahme von Bankgeschäften
 und Banken, wird sehr oft eine Kapitalserhöhung der fusionierenden
 Bank erforderlich sein. Die Kapitalserhöhung selbst kann man
aber noch nicht, wie Rießer!) es tut, als Konzentrationsbewegung bezeichnen;
 wird ja doch als Grund der Kapitalserhöhung von den Banken
öfters angegeben: Herstellung des Gleichgewichts zwischen den fremden
und den eigenen Mitteln. Eine konzentrische Verschiebung braucht also
mit der Kapitalserhöhung nicht notwendigerweise zusammenzufallen.
Die Angliederung bestehender Banken an Bankfirmen ist das typische
Mittel der Expansion in den letzten 20 Jahren. Die Großbank übernimmt
auf diese Weise ein bestehendes Geschäft mit festem Kundenkreis, den
sie sich sonst erst mit großen Opfern schaffen müßte, und sie beseitigt
gleichzeitig eine Konkurrenz, mit der sie wahrscheinlich in harter Fehde
liegen würde, Die Bank sichert sich weiter sehr oft in dem Leiter der übernommenen
 Firma einen mit den Kreditgewohnheiten und Anlagebedürfnissen
 der betreffenden Gegend vertrauten Fachmann, der entweder das
Unternehmen, als Filialdirektor, weiter leitet oder aber in den Aufsichtsrat
 bezw. Lokalausschuß der übernehmenden Bank eintritt (s. a. Band I,
5. 354ff). .
Die persönlichen Beziehungen spielen bei der Geschäftsübernahme
sine große Rolle, und wenn die Firma, die übernommen werden soll, in
sangen Beziehungen zu einem Gewaltigen der Kohlen-, Eisen- oder Elekirizitätsindustrie
 steht, oder wenn sonst wertvolle Beziehungen eingebracht
werden können, so zahlt man gern für das Geschäft einige Hunderttausend
 M mehr als es nach der bisherigen Rentabilität eigentlich wert
ist. Ziffernmäßig läßt sich dieser Machtzuwachs natürlich nicht erfassen ?}.

1) a. a. O. S. 133.
?) Als die Disconto-Gesellschaft den A. Schaaffhausenschen Bankverein übernahm,
 tat sie es hauptsächlich auch im Hinblick auf die vielen neuen Beziehungen,
Angehörige ältester rheinischer Kaufmanns- und Industriellenfamilien, die ihren
Reichtum schon auf lange Generationen zurückführen, nennen Camphausen, Hoesch,
Soest, Leiden, Schöller; sodann Repräsentanten von Familien, die speziell in den
letzten Jahrzehnten Unternehmen von Weltruf schufen, wie Guilleaume und Peter
Klöckner, und schließlich Männer unter den Aufsichtsräten, wie Robert Esser
and Louis Hagen, der von allen Finanziers und Industriellen die meisten AufiR
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