Namen bessere Geschäfte machen, als wenn sie zur bloßen Filiale der Disconto-Gesellschaft
 herabsinke. In der Tat ist die verantwortliche Volldirektion
mit dem, wenigsten teilweise aus einheimischen Persönlichkeiten bestehenden
 Aufsichtsrate hinter sich in autoritativer Beziehung etwas ganz anderes
als der Filialvorstand einer in Berlin domizilierenden Großbank,
Den Weg des Aktienaustausches zur Erzielung einer Interessengemeinschaft
 wählte mehrfach die Deutsche Bank, zuerst (1897) gegenüber
 den Aktionären der Bergisch-Märkischen Bank in Elberfeld und des
Schlesischen Bankverein in Breslau, hauptsächlich wohl um in den Hauptindustriebezirken
 festen Fuß zu fassen. Hören wir die Deutsche Bank
‘Geschäftsbericht für 1897) selbst hierüber:
„Die fortschreitende Konzentration des Bankgeschäfts in Berlin, welche bereits
:ine Reihe .von Provinzialinstituten zur Errichtung von Filialen in Berlin veranlaßt
 hat, ließ es notwendig erscheinen, unsere Verbindungen mit der Provinz
fester zu knüpfen. Wir machten daher den Aktionären der Bergisch-Märkischen
Sank und des Schlesischen Bankvereins, welche die gleichen Geschäftsgebiete mit
ıns kultivieren und das gleiche Programm verfolgen, den Vorschlag eines Um-:ausches
 ihrer Aktien gegen neu zu schaffende Aktien der Deutschen Bank. Derselbe
 wurde von mehr als drei Vierteln aller Aktionäre angenommen, Durch
diesen Vorgang wird die Selbständigkeit der betreffenden Banken in keiner Weise
berührt; wir aber sicherten uns die Aufrechterhaltung der betreffenden Verbindung
an der bisherigen Ausdehnung, indem wir derselben zugleich das weitere Band
einer Solidarität der Interessen hinzufügten.“

Die Deutsche Bank trat auf diese Weise nach und nach mit einer
großen Anzahl Institute in Interessengemeinschaft, und andere Groß- und
Mittelbanken verfuhren nach gleichem Muster. Teils geschah dies, um sich,
namentlich in ihren Beziehungen zur Industrie, zu ergänzen, teils aus
den oben angegebenen allgemeinen Gründen, Die Großbank befriedigte
dadurch ihre Expansionslust, während das angegliederte Institut, die
Konzernbank, in Berlin indirekt vertreten war, eine interlokal und
:nternational verzweigte Bankorganisation erhielt, sich im übrigen. aber
weiter auf ihren bisherigen Bezirk konzentrierte, ohne sich, wie es im
Geschäftsbericht der Bergisch-Märkischen Bank für 1897 heißt, durch
eine Niederlassung in der Reichshauptstadt von ihrem eigentlichen Gebiet
ablenken und in ihrer bisherigen Tätigkeit beschränken zu lassen1}).

7) 1914 ist eine völlige Fusion mit der Deutschen Bank erfolgt, und zwar
(s. a. S. 440) in folgender Weise: Für 8 Bergbank; Aktien wurden 5 Deutsche
Bank-Aktien gegeben. Es sind also 50 Millionen M Deutsche Bank-Aktien erforderlich,
 um die 80 Millionen M Bergbank-Aktien umzutauschen. Da davon rund

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