jesitz) und Abschluß von Freundschaftsverträgen, Letzte große Transaktion:
 Fusion mit der Bergisch-Märkischen Bank.
2. Disconto-Gesellschaft: Sie hat. bis 1900, also fast 50 Jahre
ang, abgesehen von kommanditarischer Beteiligung, grundsätzlich, wahrscheinlich
 infolge ihrer Rechtsform als Kommanditgesellschaft auf Aktien,
an. der Zentralisierung ihres Betriebes festgehalten. 1900 errichtete sie eine
Filiale in London, 1901, unter Liquidation des Bankhauses M. A. von Roth-‚child
 &amp; Söhne, in Frankfurt a. M. eine Filiale. Seit 1895 steht die
Disconto-Gesellschaft in Interessengemeinschaft mit der Norddeutschen
Bank, die formelle Selbständigkeit besitzt, obgleich sie deren sämtlichen
Aktien besitzt. Das gleiche Verhältnis ist jetzt mit dem A. Schaaffhausenschen
 Bankverein geschaffen worden, Mit zahlreichen anderen Banken
ist sie in Interessengemeinschaft und in ein Freundschaftsverhältnis getreten.
3. Dresdner Bank: Anfangs erfolgte die Aufnahme von Provinzbanken
und deren Ersatz durch Filialen (Typus: Anglo-Deutsche Bank in Hamburg
 1892). Gleich der Deutschen Bank errichtet sie zahlreiche Depositenkassen
 und, nur in der Reihenfolge wechselnd, Filialen in Hamburg
(1892), Bremen (1895) und London (1901), An größeren Firmen hat
sie weiter aufgenommen. die Deutsche Genossenschaftsbank Sörgel, Parrisius
 &amp; Co., die Firma von Erlanger &amp; Söhne in Frankfurt a. M. und
die Württembergische Landesbank. Interessengemeinschaft besteht mit zahlreichen
 anderen Banken, Gewinn-Poolung 1903—1907 mit dem Schaaffhausenschen
 Bankverein. Sie hat in Mannheim, München und mehreren
anderen. Plätzen Niederlassungen errichtet, ohne bestehende Banken und
Firmen zu übernehmen. Filialgründung und Aktienbeteiligung gehen nebeneinander,

4. A, Schaaffhausenscher Bankverein: Trotz seiner 1891 in
Berlin errichteten Niederlassung ist der Bankverein, wie Rießer
richtig bemerkt, weniger eine Berliner Großbank als eine Rheinische
Großbank mit einer, nach und nach allerdings immer wichtiger gewordenen
Niederlassung in Berlin geworden, während die Dresdner Bank und die
Darmstädter Bank mit Verlegung ihres Schwerpunktes nach Berlin in der
Tat Berliner Großbanken geworden sind. Die Pflege des Depositengeschäfts
 erfolgte erst verhältnismäßig spät. Die beiden Systeme: Filialgründung
 und Aktienbeteiligung bestehen nebeneinander.
5. Darmstädter Bank: Charakteristisch für sie ist das große Netz
von Kommanditen. Getreu ihrem Programme, daß „ihre Organe im
In- und Auslande den Export und die tausend anderen Beziehungen
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