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unter 200 M, bei Gesellschaftsfirmen mit mehr als einem Inhaber und
Vorstandsmitgliedern von Aktiengesellschaften nicht unter 50 M, bei
Kinzel-Bankiers nicht unter 360 M und bei Vereinen nicht unter 100 M
für das Jahr betragen dürfen,
Der Verein, der jetzt 854 Mitglieder zählt, hat sich hohe Ziele gestellt
und unter der tatkräftigen Leitung seines Vorsitzenden, Geh. Justizrat
Dr. Riesser, auch vieles erreicht. Vor allem sei hier an seine Stellungnahme
 zu dem verderblich wirkenden Börsengesetz von 1896 erinnert
und an die von Erfolg gekrönten Bemühungen betr. Begründung des
Beamtenversicherungsvereins.
Weiter hat der Verein, hauptsächlich auch im stetigen Hinblick auf die
Bedürfnisse des Gemeinwohls, und um das geschäftsunkundige Publikum
vor betrügerischer Ausbeutung zu schützen, den Kampf gegen die bucketshops
 und andere minderwertige Bankfirmen des In- und Auslandes aufgenommen,
 ist gegen die mißbräuchliche Benennung als „Bank“ und
„Bankier“ und gegen andere Auswüchse, die sich gezeigt haben, aufgetreten,
lebhaft dagegen für eine Verbesserungunserer Zahlungsorganisation
durch die Förderung der Bargeld ersparenden Zahlungsmethoden, insbesondere
 des Giro- und Scheckverkehrs, eingetreten. Die Rechte und Interessen
 des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes hat der Verein auch
dadurch zu wahren gesucht, daß er für angemessene Geschäftsbedingungen
 im Bankverkehr eingetreten ist und die diesbez, neueren
Bestrebungen gefördert hat,
In die breitere Öffentlichkeit ist der Verband durch die Bankiertage
getreten, die 1902 in Frankfurt a. M., 1905 in Berlin, 1907 in Hamburg
und ı912 in München stattfanden, und bei denen neben inneren Angelegenheiten
 des Gewerbes auch Fragen von großer allgemeiner Bedeutung,
teilweise in ganz vorzüglicher Weise erörtert worden sind. So lauteten
z. B. 1912 die Themen: „Geeignete und ungeeignete Mittel zur Hebung
des Kurses der Staatspapiere,“ „Ursache der zeitweise übermäßigen Inanspruchnahme
 der Reichsbank“ usw. Referate und Diskussionen bewegten
sich fast durchgängig auf hohem Niveau. Die Verhandlungen sind der
Öffentlichkeit durch Druck zugänglich gemacht worden.
Hinsichtlich der Aufklärung weiterer Kreise über Fragen des Bankund
 Börsenwesens könnte m. E. der Centralverband aber in Zukunft noch
mehr leisten als bisher. Er müßte durch seine Mitglieder und andere erfahrene
 Bankpraktiker in Berlin und an anderen großen Plätzen popopuläre
 Vortragszyklen abhalten lassen. um dadurch seiner sich selbst ge-178

