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Wie der Warenhandel im europäischen Verkehr seitens de d BankenKiet, -
durch Finanzierungen in verschiedener Weise gefördert wird, Na Er
im I. Bande gezeigt. Besonders diejenigen Banken, die nach öste Ca N a
schem Muster eigene Warenabteilungen ihrem Bankgeschäft angeglied&amp;tr
haben und Beamte beschäftigen, die mit dem Warengeschäft vertraut sind,
können dem Warenkaufmann in allen möglichen Formen finanzielle Er-Jeichterungen
 gewähren, sich selbst aber dadurch gute Provisions- und
Zinsgewinne verschaffen,
Die Banken müssen hierbei aber nicht nur gegen den oft allzu großen
Optimismus der Warenkaufleute ankämpfen, sondern auch gegen Betrügereien
 aller Art gewappnet sein, Kürzlich wurde z, B. durch folgenden
„Trick“ eine hohe Beleihung erzielt: Ein Rauchwarenhändler ersucht eine
Bank, für ihn Waren, die er auf der Londoner Auktion gekauft hat, abzunehmen
 und zahlt, wie üblich, 25 Ol ein, d. h. die Bank bevorschußt
die Ware mit 75%. Eine vorsichtige Bank wird sich in der Regel erst
bei Vertrauensleuten erkundigen, ob der von dem Käufer dafür gezahlte
Preis angemessen war, und weiter, wie die Preisaussichten für den betr.
Artikel sich vermutlich gestalten werden. Die betr. Bank tat dies nicht,
und als die Ware kurz nachher zwangsweise verkauft wurde, erlitt sie
nicht unerhebliche Verluste, Was war geschehen? Der Rauchwarenhändler
X hatte alte, d. h. aus einer früheren Auktion stammende Ware liegen,
die ihm die Banken nur mit einem geringen Betrage bevorschussen wollten.
Sein Freund, der Rauchwarenhändler Y, erklärt sich bereit, die Ware zum
doppelten Werte von ihm auf der Auktion in London „pro forma“ zu
kaufen. Auf Grund der von der Auktionsfirma ausgestellten Nota bekommt
Y auf die Ware, die, sagen wir, einen Wert von 10000 M hat, und die
er für 20000 M von X gekauft hat, von seiner Bank 75% = 15000 M
Vorschuß, die er X gibt. Das ist natürlich Betrug, und die Banken werden,
 soweit es noch nicht geschehen ist, in Zukunft. wohl stets diesbezügliche
 Erkundigungen einziehen.
“Der Kredit, den der Kaufmann in dieser oder jener Form nimmt, ist
hauptsächlich ein kurzfristiger Kredit, er braucht weniger Anlage- als
Betriebskapital, und dementsprechend beansprucht er mehr Betriebs- als
Anlagekredit. Will oder kann. der Kaufmann die Waren, die infolge eines
Konjunkturumschwunges stark im Preise gesunken sind, nicht verkaufen,
so wird der Kredit, den‘ er bei Verpfändung der Waren beansprucht, allerdings
 manchmal einem langfristigen gleichen. Die Bank darf daher in der
Lombardierung der Waren nicht wahllos vorgehen, sondern muß bei der

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