dem sie Effekten gegen Einzahlung eines Teilbetrages kaufen, im Wege
der Reportierung, zu Zwecken der Prolongation,
Die hierbei „zweifellos vorhandenen Auswüchse zu beseitigen und wirksame
 Sicherungen zu schaffen zur Stärkung ihrer eigenen Stellung“1), ist
dringende Aufgabe der Banken.
Ebenso werden diese nochmals — die bisherigen diesbez. Besprechungen
naben zu keinem Ergebnis geführt —, eine Verlegung der Lieferungstage
vom Ultimo auf andere Tage, nach Analogie fremder Börsen, in Erwägung
 ziehen müssen. Bisher wurde gegen eine Verlegung der Börsenzahltage
 eingewendet: Der Wertpapier-Terminhandel trage keineswegs
zur Verschärfung der Geldnachfrage bei, weil dasjenige Geld, das dieser
Handel erfordere, sofort wieder zur Verfügung stehe, im Gegensatz
zu den Geldansprüchen aus anderen wirtschaftlichen Vorgängen, bei denen
das Geld an einem oder mehreren Tagen erst durch verschiedene Hände
gehe, ehe es wieder an den offenen Geldmarkt zurückgelange; man müsse
auf ausländische Geldgeber Rücksicht nehmen, die der deutsche
Markt nicht entbehren könne, und die wohl Geld von Ultimo zu Ultimo,
nicht aber Geld zu anderen Terminen hergeben würden. ,
Ein hervorragender Praktiker, der Vorsitzende des „Vereins für die
Interessen der Fondsbörse“, Kommerzienrat Max Richter hält diesen
Einwänden sehr treffend folgendes entgegen?): Jeder Markt gebraucht
zur Erledigung seiner Zahlungsverpflichtungen eine bestimmte Summe von
Barmitteln. Im Wertpapierhandel kompensieren sich durch die Einrichtungen
 der Börse bedeutende Summen, aber es bleibt doch eine große,
schwer zu schätzende Summe in der Schwebe, vor allem auch
infolge der Überweisungen und Sendungen von einem Börsenplatz zum
andern. Ausländische Geldgeber werden weniger durch Rückzahlungs-‚ermine
 als durch den Zinssatz veranlaßt werden, dem deutschen Markte
Geld zur Verfügung zu stellen. Schließlich kann aber auch der deutsche
Geldmarkt, wie die Praxis gezeigt hat, ohne die Auslandsgelder auskommen.



V. Banken, Reichsbank und Geldmarkt.
1. Die Reichsbank als Bank der Banken.

Zwischen den Geldmärkten der verschiedenen Länder bestehen bei
dem heutigen wirtschaftlichen Verkehr enge Beziehungen, indem Kapill)
 von Lumm, Bank-Archiv, XI, 12,
3) Bank-Archiv, XI, 14.