beten worden, nachstehende Disposition, die allgemeine Anhaltspunkte
geben sollte, zu beachten:
I. Allgemeine Erörterung der Frage.
a) Begriff „Depositen“,
b) Sicherheit der Anlage,
c) Liquidität der Anlage,
Erörterung der in Frage kommenden Maßnahmen und ihrer voraussichtlichen
Wirkungen.
[. Erlaß von Normativbestimmungen,
a) Vorschriften, betreffend die Annahme (Beschränkung «) auf bestimmte
Institute, ß) hinsichtlich der Höhe der anzunehmenden Gelder).
b) Vorschriften, betreffend die abgesonderte Verwaltung (Vorzugsrecht der
Depositen- und Spargeldgläubiger).
z) Vorschriften, betreffend die Anlage a) Festsetzung einer Bardeckungsquote,
 8) Anlage in Wechseln und sonstigen als liquide geltenden Mitteln,
y) Anlage in Staatsanleihen und ähnlichen Werten, d) Anlage des Reservefonds.

d) Sonstige Vorschläge,
2. Die Veröffentlichung von Bilanzen.
a) Empfiehlt es sich, die Veröffentlichung ausführlicher Bilanzen innerhalb
bestimmter Zeiträume nach festzusetzendem Schema vorzuschreiben?
b) Wann und wo hätte sie zu erfolgen?
c) Inhalt der Veröffentlichungen,
4) Die bisher veröffentlichten‘ Zweimonatsbilanzen,
3. Maßnahmen anderer Art,
a) Die Hinterlegung eines bestimmten Prozentsatzes der fremden Gelder
bei der Reichsbank,
b) Die Errichtung staatlicher Depositenanstalten,
c) Die Aufnahme des verzinslichen Depositengeschäftes durch die Reichsbank.

d) Die Errichtung eines Aufsichtsamtes für Bankwesen.
e) Sonstige Maßnahmen.
1. Wie lassen sich im Wege der Gesetzgebung oder auf anderem Wege am
wirksamsten die Gefahren bekämpfen, die dem Publikum durch Banken
and Bankiers erwachsen, welche zur Anlage von Depositen oder Spargeldern
durch öffentliche oder schriftliche Aufforderungen oder durch Agenten anreizen?

Die Mehrheit der Kommissionsmitglieder1) erkennt die Notwendigkeit,
irgendwelche gesetzliche Maßnahmen zu ergreifen, nicht an. Bankdirektor
Dr. Weber spricht es offen aus, „daß er die Gefahr, die darin besteht,

ı) H. Hartung hat in einer Schrift ; Die Depositengelder in der Bankenquete
‚Berlin 1910} die zutage getretenen Meinungsverschiedenheiten aus dem stenographischen
 Bericht (Berlin 1910) systematisch zusammengestellt und einer kritischen
 Betrachtung unterzogen.

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