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fach bei der Zentrale. Immer mehr fremde Gelder konzentrieren sich bei
den Berliner Großbanken, die einen Liquiditätsgrad aufweisen, der tatsächlich
 gar nicht vorhanden ist. Denn die Guthaben, die die Provinzinstitute
 bei den Berliner Großbanken unterhalten, stellen insofern keine
Aufbesserung der Liquidität der Großbanken dar, als diese Kassenbestände
ja jederzeit abgezogen werden können,
Jede einzelne Bank fühlt sich bei diesem Modus und der Solidarität des
Kapitals und "der Interessen gesichert, und ist es auch in normalen
Zeiten. In Zeiten einer wirtschaftlichen oder politischen Krisis aber macht
sich jeder Kapitalbedarf am letzten Ende der großen Kette bemerkbar,
und diese ist, bis jetzt wenigstens, nicht so stark, daß sie nicht auch einmal
 reißen könnte, Weil die Kapitalkräfte. bei uns, infolge der überaus
raschen Entwickelung der Industrie noch weit intensiver als in England ausgenutzt
 wurden, müssen wir noch weit mehr als die Engländer uns gegen
das Einreservesystem wenden,
Der deutsche Geldmarkt, der schon so manche Machtprobe überstanden
 hat, wird auch, in Vorsorge für die Zukunft, diese Mittel bereit
stellen. Wenn die Banken 10%, Barreserven ausweisen, so sollten davon
 mindestens 8% von den Banken selbst als bare Kasse
gehalten, und nur der Rest bei der Reichsbank eingezahlt
werden. Damit würde auch die mehrfach ausgesprochene Vermutung,
es komme der Reichsbank hauptsächlich auf Erhöhung ihrer Giroguthaben
an, gegenstandslos, Also kein ‚Einreservesystem, sondern eigene
Reserven der einzelnen Banken!
In Kriegszeiten jedoch müssen die Reserven, soweit sie nicht
selbst von den Banken angegriffen werden, und vor allem
die Goldvorräte, bei der Reichsbank konzentriert werden, denn
in außergewöhlichen Fällen gewährt Konzentration des Geldes
sine bessere Sicherung des Kreditsystems,
Der größte Schutz für die fremden Gelder liegt entschieden
in der Qualität der Bankdirektoren, Aber gewisse Maßregeln
müssen daneben bestehen. Daher: Men and measures.

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