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E. Wagner,

sammengehöriges willkürlich zu trennen!). Dann aber verdienen diese
Karten nicht einmal echt geographisch genannt zu werden. Einmal,
da sie die Einpressung des lebendigen Elementes der Volksdichte in
eine „mathematische Schablone“?) versuchen, mehr aber noch nach
Ratzels®) Ansicht, da sie sich „von der rein statistischen Methode entfernen,
 ohne den Weg der geographischen bis ans Ende zu gehen“,
Schließlich aber wird ihr Endresultat von einer nach Sprecherscher
Manier gezeichneten Karte kaum zu unterscheiden sein, da in beiden
Fällen die Hilfsdienste leistende Grundlage verschwindet. Der Vorwurf
aber, den die Vertreter dieser Methode der Sprecherschen in der beschränkten
 Verwendbarkeit machen, trifft sie nach Nedderichs*) Ausspruch
 ebenfalls. Ein Versuch mit der mathematischen Methode für
das ostfälische Land ließ sie als ungeeignet erscheinen, „ein richtiges
Bild der wirklichen Verteilung der Bevölkerung zu erzielen. Die
Dichteunterschiede der geographischen natürlichen Landschaften, der
Gebirge, ihres Fußes und der Ebene traten nicht genügend hervor.
Bei durchweg ebenen Flächen angewendet mag diese Methode wohl
ziemlich naturgetreue Bilder der Dichte liefern, für unser reichgegliedertes
 Gebiet erwies sie sich als ungeeignet“. In dieser beschränkten
 Verwendbarkeit schien uns zu allem anderen der größte
Nachteil zu liegen, so daß diese mathematische Methode für unser
ebenfalls sehr reich gegliedertes Gebiet nicht mehr in Betracht kommen
konnte.
In dem Bestreben, eine Methode für Maßstäbe noch über 1: 400000
zu geben, schlägt E. Friedrich®) 1895, vielfachen Anregungen in
Ratzels Anthropogeographie folgend, eine andere Richtung ein. Er
will die Bevölkerung lediglich „auf den Boden stellen, der sie bedingt“°),
 und gelangt naturgemäß hierbei auf die Gemeinden als Einheit.
 Unter Abzug der Holzungen, „die in gewissem Sinne auf ihrer
Bodenstelle das Vorhandensein der Menschen ausschließen ‘)“, berechnet
er durch einfache Division der Bevölkerung durch das übrigbleibende
Gemeindeareal die Dichte, um gleichartige Gemeinden sodann zu
Gruppen zu vereinen, wobei er aber die Gemarkungsgrenzen bestehen
läßt. Eine Ausscheidung der Städte findet nicht statt, da diese ebenfalls,
 auf ihr Areal verrechnet, eigene hohe Dichtezonen bilden. Hierdurch
 kennzeichnet er E. Küsters®) Forderungen, der weitgehende
Trennung und Sonderdarstellung von städtischer und ländlicher (oder
bodenständiger und nicht bodenständiger). Bevölkerung verlangt, als
unausführbar mangels geeigneten statistischen Materials. Zu demselben

’) Küster (Ausl. 64, S. 167) macht besonders darauf aufmerksam, „daß oft
las Dorf von seinen Ländereien durch die Grenzen der Figuren getrennt wird“,
?) Delitzsch, Kartogr. Darstellung d. Volksdichte. M. V.f.E. Leipzig
1865, S. 2,
“ Ratzel, Anthropogeogr. II, 1891 8. 194.
Nedderich, Ostfäl. Hügelland ete., 8. 197.
K, Friedrich, Volksd. des Regbz. Danzig, 1895 (1: 400000}.
Ratzel, Anthropogeogr. II, S. 182,
Friedrich, Danzig, S. 5.
E. Küster, Zur Methodik d. Volksdichtedarstellung, Ausland 64. 8 u. 9, 1891.

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