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E. Wagner,

der Wege, die Feldwege, fast ausschließlich von der Landwirtschaft
benutzt.“
Diese Ausführungen schienen mir für meine Arbeit um so mehr zu
passen, als eine Beschränkung der Darstellung auf die landwirtschaftliche
Bevölkerung keineswegs beabsichtigt war!). Wohin wäre ich mit einer
derartigen Abstraktion bei Behandlung des industriellen Oberharzes, sowie
 gewisser Teile des Weserthales gekommen? Es ist also von mir
nach Abzug der Waldungen der Rest der Fläche einschließlich der
oft durch Fischreichtum, meist aber durch dargebotene Wasserkraft und
Verkehrserleichterung (bei größeren Dimensionen) die Volksdichte stark
beeinflussenden Wasserläufe, der Areale der Wohnplätze (auf denen ja
eben die . Bevölkerung wohnt!) und Straßen, sowie der in meinem
Gebiet oft sehr einflußreichen Steinbrüche (Solling) in Berechnung gezogen
 worden,
Trotzdem muß ich aber zum Schlusse meine Meinung dahin aussprechen,
 daß für den Begriff der „bewohnten“ Fläche eine stets gültige
Definition nicht zu geben ist, sondern diese von Fall zu Fall für das
jeweilige Gebiet passend zu formulieren ist.

6. Konstruktion der Karte.

Die Dichteberechnung der einzelnen Gemeinden mittelst Division
ihrer Bewohnerzahl durch die „bewohnte“ Fläche geschah auf Grund
der Gemeindeareale, wie sie die preußischen Gemeindelexika (für das
Jahr 1887) gaben. Hierin tritt der Wert des statistischen Materials,
als Hilfsdienste für geographische Zwecke leistend, in seiner ganzen
Unentbehrlichkeit für unsere Wissenschaft hervor. Dabei hat der Geograph
 für seine auf statistischen Zahlen fußenden Darstellungen größeren
Maßstabes den Vorteil, diejenige von der Statistik benutzte Einheit
verwerten zu können, die am wenigsten das Ödiosum politischer Umgrenztheit
 an sich hat. Die Gemeinden, die Zellen im Bau des Staates?),
beruhen mit wenigen Ausnahmen auf der in früherer Vorzeit angewendeten
 Bildung der Gemarkungen. „Sie können,“ sagt Meitzen®),
„in keiner Weise als Gebietsabteilungen gelten, die von der Staatsgewalt
 zur Erleichterung der Verwaltung angeordnet wurden.“ Sie
sind eben eine natürliche Einheit, „das Areal, das dem Dasein der
Dorfbevölkerung die Grundlage giebt“*). In diesem Sinne sind sie
auch von allen Autoren in größerem Maßstabe gezeichneter Dichtekarten
 aufgefaßt, und ist ihre Zugrundelegung bei derartigen Arbeiten
gefordert worden). Ich habe nach Ermittlung der Dichtestufe für alle

* das Ungerechtfertigte einer solchen Trennung auf Volksdichtekarten
überhaupt” erden u elegentlich der Frage nach der Eliminierung größerer Ortschaften
 (S. 20) zu sprechen haben.
?) H. Wagner, Lehrb. I, 1900 58. 724.
°) Meitzen, I, S. 68.
‘) Friedrich, 8. 3. .
A Träger, These 1: Friedrich. S. 3; Ambrosius, S.170: Sprecher. 8.5.