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E. Wagner,

einen ersten Anhalt bieten. Absolute Siedelungskarten und Darstellung
der Volksdichte mit bestimmten Abstraktionen (Höhenschichten etc.) oder
sogen. Karten der Erwerbsdichte!) werden bei der Festsetzung des
Maßstabes mehr auf ihre angewandte Methode als auf das Gesamtareal
ihres Gebietes zu rücksichtigen haben. Immerhin vermag aber auch
ihnen obiges Schema einen Anhalt zu bieten, wenn sie sich auch stets
innerhalb der drei Stufen dem oberen Schwellenwert (also dem größten
Maßstab) stark nähern werden.
Für Südhannover, dessen Grenzen rund 4000 gkm umfassen, erhielten
 wir durch unsere Zusammenstellung einen Maßstab in den Grenzen
von 1: 125000 bis höchstens 1: 500000 zugewiesen, jedoch mit dem
Vermerk, daß die Mehrzahl der hierher gehörigen Karten sich über
1:300000 bewege. Bei der Entscheidung, welcher Darstellung nun
wieder innerhalb dieser engeren Grenze der Vorzug zu geben sei, war es
nötig, sich zu vergegenwärtigen, ob und wieweit die von uns angewandte
 Kurvenmethode ein Heraufgehen bis zur oberen Grenze von
1:125000 gestattete.

b) Einfluß der Methode.

Oben haben wir bereits der Einschränkungen gedacht, die von
Friedrich und neuerdings von Nedderich für die Anwendbarkeit der
Sprecherschen Kurvenmanier gemacht sind. Die obere Grenze Friedrichs
 beim Maßstab von 1: 1000000 ist von Nedderich ?) auf 1: 500000
heraufgesetzt worden, auf Grund eingehender wirtschaftlicher Studien
über den Erwerbscharakter seines Gebietes und der dazu im Verhältnis
stehenden Anwendungsmöglichkeit der Kurvenmanier. Hierbei hat er
gleichzeitig die nur sehr beschränkte Verwendbarkeit von Trägers mathematischer
 Methode lediglich auf ebene Gebiete dargethan, während
Friedrich seiner Zeit ihr alle Dichtedarstellungen zwischen den Maßstäben
 1: 1000000 bis etwa 1: 400000 zuschreiben zu können glaubte®).
Nun möchte ich noch einen Schritt weiter gehen, wie Nedderich, und
behaupten, wie ja aus meinen früheren Aeußerungen schon hervorgeht,

') Diese Karten der Erwerbsdichte, wie sie Sandler zur Darstellung gebracht
hat, beschränken sich lediglich auf die Wiedergabe eines Teiles der Bevölkerung:
der boden- oder flächenständigen. Deshalb sind sie als Karten der Krwerbsdichte
 wohl wertvoll, aber meines Erachtens keine eigentlichen Volksdichtekarten,
deren Aufgabe es ist, „die Bevölkerung ohne Unterscheidung von Erwerbsklassen
in ihrer Gesamtheit zu zeigen“ (Hettner, Geogr. Z. VII, S. 506). „Da sie ein
Zerlegen der Fläche nach Kulturarealen erfordern, lassen sie sich nur in größerem
Maßstab, in einiger Vollkommenheit aber nur mit großem Aufwand von Mühe und
Kosten darstellen“ (Hettner, Geogr. Z. VII, S. 506), Auch Nedderichs Karte
des ostfäl. Landes gehört, was die eingetragenen wirtschaftlichen Verhältnisse betrifft,
 hierher, während eine Grundkarte im Sinne Hettners an sich noch keine
Karte der Erwerbsdichte ist. Indessen werden die oben angedeuteten Schwierigkeiten
 der Herstellung diese Karten stets zu seltenen Erzeugnissen anderen Methoden
 gegenüber machen, weshalb hier diese kurze Erwähnung genügen mag.
Vgl. hierzu auch Nedderich, S. 177, wo er die Schwierigkeit und Mühseligkeit
der Beschaffung statist. Materials für seine wirtschaftsgeogr. Karte schildert.
’) Nedderich, Ostf. Hügel-ete.-land, S. 197.
3) Friedrich, Danzig, S. 11.