]I. Spezieller Teil.

Einleitung.

1. Speziellere Gliederung des Gebietes.

Zum Zwecke der spezielleren Betrachtung über die Bevölkerungsverhältnisse
 zerlege ich das Gesamtgebiet des südlichen Hannover, dessen
Flächenausdehnung in den einleitenden Worten des methodischen Teiles
zu 4000 qkm festgelegt wurde!), in zwei natürliche Unterabteilungen.
I. Als erste hebt sich das Massiv des Oberharzes im Nordosten
 deutlich heraus.
II. Ihm im Westen und Südwesten vorgelagert dehnt sich die
zweite Abteilung, die südhannoversche Triasplatte, aus. Sie
besteht aus ausgebreiteten, meist dem Buntsandstein angehörigen triassischen
 Bildungen, die vom Harzrand nordwärts bis an die sogen.
Kohlengebirge (Hils, Sackwald) und westwärts bis an die Weser heranreichen,
 sich indessen in gleicher Ausbildung noch weit nach Westfalen
und Hessen hinein über diesen Fluß fortsetzen. Die Leine ist die
Hauptwasserader unseres Gebietes. Ihr Thal bewirkt im Gebiet der
Triasplatte noch eine engere Gliederung:
a) Das Bergland rechts der Leine mit dem Eichsfeld und dem
westlichen Harzvorland,
b) Das Bergland links der Leine mit dem Solling (Weserbergland).


&gt;. Gesamtübersicht über die wirtschaftlichen Verhältnisse
(Landwirtschaft und Industrie).

Wenn wir die mittlere Dichte Südhannovers von 100% Bewohnern
auf 1 qkm mit anderen Landschaften des Reiches vergleichen, so gelangen
 wir schon hieraus zu der Ueberzeugung, daß wir es mit einem
Bezirke zu thun haben, der hinsichtlich seines Erwerbslebens auf der
Grenze zwischen vorwiegend industriellem Gebiet einerseits und vor-‚

 Vgl, S. 6f. der vorliegenden Arbeit.
7 Es ist hier die mittlere Dichte mit Einbeziehung des Waldes herangezogen
worden, da das Vergleichsmaterial, das aus der Publikation des Kaiserl. Stat.
Amtes, Die deutsche Volkswirtschaft etc. 1900, stammt, ebenfalls mit Einschluß
der Waldungen gewonnen ist.