Die Bevölkerungsdichte in Südhannover und deren Ursachen, 41

dem Einfluß auf das Erwerbsleben der Bevölkerung, wie uns die Zahl
von 1,6% aller Erwerbsthätigen des Gesamtgebietes beweist. Selbst
die zum großen Teil bewaldeten Kreise Uslar und Holzminden beschäftigen
 nur 4,6 und 2,1% ihrer Erwerbsthätigen in diesen Waldbeständen.
 Wir werden in einem späteren Kapitel hierauf noch Zzurückzukommen
 haben. Es liegt aber auch hierin wieder die Berechtigung
gekennzeichnet, die Waldflächen auszuscheiden, um so mehr als die von
Forstarbeit Lebenden zum größten Teil nebenbei Landwirtschaft treiben,
wobei zumeist der Schwerpunkt ihres Erwerbs auf landwirtschaftlicher
Seite liegt).
Ehe wir nun zur Betrachtung der Einzelgebiete übergehen, empfiehlt
 es sich, noch einen Blick auf Verteilung landwirtschaftlichen
Besitzes in Südhannover und die Art und Weise des hier geübten landwirtschaftlichen
 Betriebes zu werfen.
Die Besitzverhältnisse müssen in ihrer Verteilung als volkswirtschaftlich
 sehr gesund bezeichnet werden.

Kreis?)

Parzellenbetrieb

ınter 2ha

Kleiner
jäuerlich
Betrieb
2—5 ha

Mittlerer
bäuerlich
Betrieb
5—20 ha

Größerer
bäuerlich.
Betrieb
20—100 ha‘

Großbetrieb

über
100 ha

5 Ar Gesamfhatriche

Zellerfeld

Gandersheim
Osterode
Duderstadt
Worbis .
Göttingen
Northeim
Einbeck .
Münden .
Uslar . .
Holzminden

3

10,7
12,7
17,7
14,5
9,7
8,5
9,3
10,6
10,2
12.8

ad)

7,4
16,6
20,8
17,1
9,8
12,5
14,1
15,0
12,6
94

CE

32,6
43,4
45,5
35,7
33,9
34,9
29,8
37,8
39,6
37,8

09

33,6 15,4
17,1 10,2
13,3 3,8
13,9 18,7
27,7 18,8
20,9 28,2
A1,1 16,2
7,7 19,4
24,2 13,4
249 | 151

Nicht nur, daß der mittlere bäuerliche Besitz (5—20 ha) durchaus
 vorherrscht (Kreis Zellerfeld kommt wegen seiner geringen Landwirtschaft
 nicht in Betracht) gegenüber dem im Uebermaß anerkannter-Die

 Differenz von 118 qkm gegenüber dem Tabellenresultat von 1372 qkm muß
auf die Unsicherheit der Waldgrenzen bei der Abschätzung der Anteile auf der
Karte (als Kontrolle der Tabellen!) geschoben werden. Außerdem kann naturgemäß
 der Grenzverlauf der Waldflächen auf der Karte nicht als unbedingt der
Natur entsprechend hingestellt werden.
1) Die deutsche Volkswirtschaft etc., S. 57.
N Stat, d. D. R., N.F. 112 (1898), S. 489 f,