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E, Wagner,

wird). Die fast überall dank den zahlreichen stark fallenden Wasserläufen
 und den reichen Niederschlägen vorhandene Wasserkraft, sowie der
;n den Wäldern zur Verfügung stehende Holzvorrat konnten nur
fördernd auf die Entwicklung dieser mit dem Bergbau verknüpften
[ndustrie einwirken. Ursprünglich wurde auch ausschließlich Holz zur
Verhüttung der Erze verwandt, das die Regierung kostenlos zur Verfügung
 stellte. Mit der fortschreitenden Verstaatlichung der ehemaligen
Gewerkschaften jedoch ist Koksverbrauch mehr und mehr an seine
Stelle getreten, deren Herbeischaffung durch die in das Gebirge eindringenden
 Eisenbahnlinien sehr erleichtert wird.
Die Bedeutung, die der Bergbau und die Montanindustrie für die
Bevölkerung des Gebirges hat, zeigt die folgende Zusammenstellung für
den Kreis Zellerfeld?}:

Gesamtzahl der Erwerbsthätigen im
Hauptberufe

Bergwerke und Hütten

Kisenverarbeitung .

1882
14 9250

3824 = 37,3 %
278 = 1,9%

1895

12517

4019 = 32,1 %
394 = 3,1%

Hiernach findet noch heute über ein Viertel der erwerbsthätigen
Bevölkerung in den genannten Industrieen seinen Unterhalt, oder wenn
wir es für die industrielle Bevölkerung allein ausdrücken wollen, weit
über die Hälfte derselben. Das ganze Innere des Gebirges stellt ein
großes Industriegebiet dar, wo sich Bergwerke, Hütten und Pochwerke
wneinander reihen und der Bevölkerung eine Existenz gewähren. Hierin
liegt also der hauptsächlich verdichtende Faktor für das eigentliche
Gebirge, während für die Randgebiete hierzu noch das nicht zu unterschätzende
 Verkehrsmoment tritt.
Die zum Vergleiche angeführten Zahlen des Jahres 1882 lassen
schon in der kurzen Zeit bis 1895 einen Rückgang der im Bergwerksund
 Hüttenbetrieb beschäftigten Personen erkennen. Diese Thatsache
kann einmal aus dem Fortschritt moderner Technik und ihrer Anwendung
 erklärt werden, wodurch eine größere Zahl menschlicher Arbeitskräfte
 überflüssig gemacht wird, dann aber — und hier liegt der
Hauptgrund — aus der infolge ausländischer Konkurrenz stetig fortschreitenden
 Unrentabilität des Bergbau- und Hüttengewerbes. Die
Folge davon ist eine stetige Erniedrigung der Silber-, Blei- und Kupferpreise,
 so daß die meisten der Hütten gezwungen sind, ausländische
— südamerikanische (bolivianische) — Erze zu verarbeiten, die dort
aicht mit Vorteil verhüttet werden können?®). Als letzter Punkt für
las Nachlassen des Bergbaues mag angeführt sein, daß auch die tiefere
Herabtreibung der Bergwerke selbst die Erzgewinnung um vieles müh-‘)

 Meyer, Harzführer, S. 12, 1901.
‘) Stat. d. D. R. N. F, 2, 8.279 u. 109, S. 242.
‘) Hoffmann, Der Harz, Geologisches von A. v. Koenen. S.5.