Die Bevölkerungsdichte in Südhannover und deren Ursachen. 71

3. Das Bergland zwischen Weser und Leine.

Parallel den Hügelzügen des rechten Leineufers zieht sich eine
gleiche Erhebungsreihe am linken hin, nördlich Eichenberg beginnend
und unterhalb Fredelsloh (am Westrand der Moringer Bucht) endend.
Die Erhebung aus dem Leinethal geschieht nicht allzu steil bis zu einer
Höhe von 300 m, die nur südlich Dransfeld und dann wieder in der
kahlen Weper, dem nördlichen Ausläufer des Zuges, um einige 50 m
überschritten wird. Aber zahlreiche Basaltkuppen haben sich über dem
oigentlichen Erhebungsgebiet aufgetürmt, unter denen der Hohe Hagen
(508 m) mit seinem ehemaligen, schon vor 20 Jahren aufgegebenen
Braunkohlenbergbau, der Dassen- und OÖssenberg bei Güntersen (450m)
und die Bramburg nördlich Adelebsen (461 m) nennenswert sind. Geologisch
 gehört das Hügelland zwischen Weser und Leine dem Buntsandstein
 und dem Muschelkalk an.
Der Muschelkalkzug, der an seiner breitesten Stelle bei Dransfeld
9 km mißt, bildet den das Leinethal begleitenden Teil des Berglandes
zwischen Leine und Weser. Er stellt die Wasserscheide zwischen beiden
Flüssen bis in die Gegend von Hardegsen dar, wo er von der vom
Solling kommenden Espolde durchbrochen wird; hier geht er in die
schmale, kahl und unbewohnt daliegende Weper über, die sich allmählich
 ostwärts zur Bucht von Moringen abdacht. Ihr Ende erreicht
sie an dem dichtbewaldeten Buntsandsteinzug der Ahlsburg, die, südwestlich
 Northeim beginnend, die Nordwestseite der Einbecker Bucht
bis Wellersen begleitet. Ihre höchste Erhebung bei Fredelsloh beträgt
411 m, während sonst die Kammhöhe 300 m nicht überschreitet. Die
Nordostseite der Ahlsburg umzieht der schon bei der Einbecker Bucht
arwähnte Saum von Muschelkalk, dessen höchste Kuppen im Osten der
Iberg bei Iber (235 m) und im Westen der Grubenhagen bei Rothenkirchen
 (365 m) mit der gleichnamigen vielbesuchten Schloßruine sind.
Parallel diesem eben verfolgten Muschelkalkteil des Weserberglandes
 verläuft zwischen ihm und der Weser eine Reihe dicht bewaldeter
 Erhebungen, die dem Buntsandstein angehören und in ihrem
südlichen Teile ebenfalls von zahlreichen Basaltausbrüchen durchsetzt
sind. . Sie beginnen im Süden oberhalb Hedemünden an der Werra mit
einer Höhe von rund 320 m und gehen alsdann jenseits der Straßenund
 Eisenbahnlinie Münden—Dransfeld in den Bramwald (400 m) über,
der bis zum Thal der Schwülme an den Solling heranreicht!), Die
Grenzlinie der Muschelkalkzone des Berglandes zwischen Weser und
Leine gegen den Buntsandstein verläuft, allgemein skizziert, folgendermaßen:
 Kichenberg, in nach nordwestlichem konvexem Bogen nach
Hedemünden, Überscheden, Dransfeld, Adelebsen, Lödingsen, Hardegsen,
Trögen, Fredelsloh. Das Weserthal, das später im Zusammenhang zu
betrachten sein wird, giebt eine äußerliche Grenze ab zwischen den
betrachteten Buntsandsteinzügen des Bramwaldes und seiner nördlichen

') Der Name „Bramwald“ begreift eigentlich nur die Erhebung von der genannten
 Verkehrslinie bis zur Nieme (im Norden) in sich, seine nördl. Fortsetzung
bis zum Schwülmethal am Solling ist namenlos.