Die Bevölkerungsdichte in Südhannover und deren Ursachen, 87

Gebietsteil

a) Werrathal (60) . . .
b) Weserthal von Münden
bis Karlshafen (61) . .
von Karlshafen bis Frostbachmündung
 (62. 63) .
von Frostbach bis Bodenwerder
 (64) . ....

‘Gesamtfläche Holzung | Acker | Wiesen
akm 0% der Gesamtfläche

112,4

36,1

"76

59

67,9
212,8

14,4

16,9

20,1

33.0

5,0

8

100,0

29,8

43,5

3,9

zum Ackerbau unbenutzbar, und die tiefer am Fuß gelegenen Stellen
inden wegen der Ueberschwemmungsgefahr und der Bodennässe vielfach
 nur als Wiesen Verwendung, was besonders für den engen Teil
von Münden bis Karlshafen gilt (20 % Wiesenfläche). Bei so geringer
zur Verfügung stehender Anbaufläche kann die verdichtende Ursache
für die Bevölkerung bis zu 200 Bewohnern ohne die Städte (61, 63!)
aicht auf landwirtschaftlichem Gebiet liegen, und wir werden sie auch
vielmehr in der Natur des Flusses und seines Thales als von jeher
viel benutzte Verkehrsstraße begründet finden.

3. Ernteerträre

Es ist zu Anfang des letzten Abschnittes schon hervorgehoben
worden, daß die dort für die Bodennutzung gegebenen Zahlen erst in
Verbindung mit den Ernteerträgen ein Bild von dem Charakter
der Landwirtschaft zu geben vermögen. Leider sind wir hierbei durch
das statistische Material allein auf die Kreise angewiesen und es gilt,
diese für die folgende Betrachtung so zu gruppieren, daß sie mit ihrer
Fläche ungefähr den für die Triasplatte gemachten Unterabteilungen
entsprechen.
Es entfallen danach auf das Eichsfeld die Kreise Duderstadt und
Worbis, ersterer das zentrale Eichsfeld, letzterer den Südabhang des
Ohmgebirges umfassend. Das westliche Harzvorland repräsentiert Kreis
Osterode, das Leinethal mit seinen beiderseitigen Höhenzügen die Kreise
Göttingen und Northeim, während der Keuperbucht von Einbeck der
gleichnamige Kreis entspricht. Die Buntsandsteinzüge der Weser und
das Gebiet des Solling schließen die Kreise Münden und Uslar ein.
Hiernach ergiebt sich folgende Uebersicht für die Anbauflächen
der einzelnen Kulturen und deren Erträge!) (siehe folgende Tabelle
S. 88).
Deutlich tritt für das Gesamtgebiet der geringe Anbau von
Sommerweizen und der fast gänzliche Mangel von Sommerroggen hervor,
 was hauptsächlich den ungünstigen klimatischen Verhältnissen des
Frühjahrs zuzuschreiben ist. Auch Gerste wird mit Ausnahme am Süd-)

 Preuß. Stat., Bd. CLXIT