Die Bevölkerungsdichte in Südhannover und deren Ursachen. 89

abhang des Eichsfeldes, wo annehmbare !) Erträge erzielt werden, wenig
gebaut. Erwähnenswert wäre höchstens noch ihr Anbau im Leinethal,
wo auch auf dem guten Lehmboden die Erträge des Eichsfeldes noch
übertroffen werden (16 und 18 [100] kg gegen 18 [100] kg). Der
in Bezug auf den Boden anspruchsvollere Winterweizen findet sich
aus diesen Grunde am ausgedehntesten und ertragreichsten im Leinethal
 und in der Einbecker Bucht, während sein Anbau in den übrigen
auch klimatisch rauheren Gebieten geringer und unrentabler ist (Harzvorland
 und Eichsfeld besonders in letzterer Beziehung). Hier tritt
der anspruchslosere und wetterfestere Winterroggen an seine Stelle ?).
Das Maximum seines Anbaues liegt im westlichen Harzvorland (15%
Jer Anbaufläche) und im Eichsfeld (18 %%), wie die Zahlen der Kreise
Osterode, Duderstadt und Worbis beweisen, aber auch sonst im ganzen
Gebiet bildet er eine stark angebaute Getreideart.
Haferbau wird überall in ziemlicher Ausdehnung getrieben, vorzüglich
 im Eichsfeld (16 und 21%), wo jedoch die Erträge des
fruchtbareren Leinethales und der Einbecker Bucht bei weitem nicht
erreicht werden können. Die von Kartoffeln bestandene Fläche ist
sbenfalls im Eichsfeld am größten (7 und 11%), das Maximum des
Ertrages liegt jedoch wiederum in den bereits mehrfach erwähnten
begünstigteren Distrikten. Wiesenwirtschaft findet sich im ganzen Gebiet
 nur so weit, als es die Viehhaltung nötig macht, da überall die
Tendenz zur möglichsten Ausnutzung des Bodens zum Ackerbau vielfach
 entgegen jeder Rentabilität (Muschelkalkgebiete!) vorherrscht. In
größerem Maßstabe wird Wiesenkultur allein im Harzvorland betrieben ®)
(14,8 %0), worauf oben schon hingewiesen wurde, Der geringe Ertrag
aber gegenüber den anderen Bezirken in obiger Tabelle charakterisiert
wiederum die Unergiebigkeit des dortigen Buntsandsteinbodens. In
zweiter Linie folgt dann die Wiesenfläche des Eichsfeldes (Kreis Duderstadt)
 und der Sollinger Gegend, die an Ausdehnung und Erträgen die
der Harzränder nicht unwesentlich übertrifft. Ueber die Wiesenwirtschaft
in den natürlichen Unterabteilungen der Triasplatte ist bereits oben bei
Gelegenheit der Betrachtung der Bodennutzung gesprochen worden.
Werfen wir im Anschluß an diese Betrachtungen einen vergleichenden
 Blick auf die Ertragszahlen unseres Gebietes und der zum
Vergleich angeführten süddeutschen Kreise (Seite 89 Anm. 1). so

!) Zum Vergleiche seien bier die Ertragszahlen von zwei landwirtschaftlich
sehr günstig gestellten Bezirken Deutschlands angegeben:

Kraiqg

Rheingau. .
Hanau Land. .

za ‚ag | &amp; a |
38108 58
EN 35 an
A. 5 St
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+
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a0)1.92 |

924,7

31 | 29283 |

20,9 | 9.0 | 19,9 |

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+

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20,6 180,2
23,6 | 163,9 | 47,6

47.1

ei
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&gt;

40,7

| 36,8

100 kg vom Hektar.
'‘) Weser u. Ems IV, 8. 85.
5) Weser u. Ems IV, S. 84.