Die Bevölkerungsdichte in Südhannover und deren Ursachen. 101

Industriezweig

Bergbau und Hütten
Steine und Erden

Eisenverarbeitung
Holzverarbeitung .
Textilindustrie
Papierindustrie

Tabakfabrikation

Zuckerfabrikation

Glasfabrikation

Porzellanfabrikation

Solling
Kreis
Holzminden
9145 industr.
Erwerbsthätige


Kreis!)
Münden
3802 industr
Erwerbsthätige


Kreis
Uslar
2626 industr
KErwerbsthätige


18 = 0,5% 1838 = 5,8%
333 = 8,7% [1365 = 13,9%
997 = 5,9% 1192 = 5,6%
389 = 8,9% 1290 = 11,1%
82 = 2,2% 1135 = 5,1%
24 = 0,7%
377 = 9,9%
93 = 0,6%

| 56 = 0,6%
2062= 22,5%
401 = 4,4%
706 = 7,7%
769 = 8,4%
67 = 0,7%

11 = 0,4%
148 =— 5,6%

470 = 5,1%
186 = 1,5%

Holzminden gewonnenen sogen, Sollinger Platten, mehr oder weniger
dünn gespaltene glimmerreiche rote Sandsteine, die zu Treppenstufen,
Laboratorientischen, Fenstergesimsen u. dergl. Verwendung finden. Ihre
Gewinnung und Zurichtung verschafft 22,5% der industriellen Bevölkerung
 des Kreises Holzminden Erwerb. Das Hauptzentrum dieser Industrie
 ist Holzminden, von wo aus auch der Export geschieht. In
gleicher Weise besorgt Karlshafen den Versand der im südlichen
Solling gewonnenen Bausteine. Jedenfalls ist aber die Steinindustrie
von größter Bedeutung für das vorliegende Gebiet und nimmt, wie die
Zusammenstellung zeigt, den ersten Platz unter dem industriellen Lebenserwerb
 der Bevölkerung ein. Als ebenfalls hierher gehörig sei noch
der Porzellanfabrik zu Fürstenberg mit 140 Arbeitern gedacht, wie
denn überhaupt im Gebiet des Solling Töpferei in ziemlicher Ausdehnung
 betrieben wird.
Ebenso wie der das Gebirge aufbauende Fels hat auch sein Waldbestand
 mancherlei Industrie hervorgerufen. In früheren Jahren befanden
 sich über das ganze Gebiet zerstreut zahlreiche Pottaschesiedeveien”),
 deren Produkte teilweise zur Bleiche der hier verfertigten
Leinewand, teils zur Glasfabrikation Verwendung fanden. Zwar hat
diese Verwertung des Holzreichtums in unserer Zeit bedeutend nachgelassen,
 aber seine Verarbeitung zu Bauholz, sowie zu verschieden-!)

 Stat. d. D. R., N. F. 109.
? Guthe, S. 897. Noch 1796 bestanden 17 Pottaschesiedereien im
Kreise Uslar.